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Kölner Haie drehen wildes Spiel gegen Ingolstadt

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Frederik Storm Koelner Haie, 19, Valtteri Kemilainen Koelner Haie, 13, Kevin Niedenz Koelner Haie, 46 feiern nachdem Tor zum 1:2 Koelner Haie vs. ERC Ingolstadt, Eishockey, Penny DEL, Spieltag 46, 2025/2026, 27.02.2026 Koelner Haie vs. ERC Ingolstadt, Eishockey, Penny DEL, Spieltag 46, 2025/2026, 27.02.2026 Koeln *** Frederik Storm Koelner Haie, 19 , Valtteri Kemilainen Koelner Haie, 13 , Kevin Niedenz Koelner Haie, 46 celebrate after scoring 1 2 Koelner Haie vs ERC Ingolstadt, Ice Hockey, Penny DEL, Matchday 46, 2025 2026, 27 02 2026 Koelner Haie vs ERC Ingolstadt, Ice Hockey, Penny DEL, Matchday 46, 2025 2026, 27 02 2026 Koeln Copyright: xEibner-Pressefoto/GerhardxWingenx EP_GWR

Jubel um Kevin Niedenz (l.) nach seinem Tor. 

Die Kölner Haie haben auch ihr zweites Spiel nach der Olympiapause gewonnen und Ingolstadt mit 6:3 in die Knie gezwungen.

Der zweite Schritt im Kampf für den ersehnten neunten Titel ist gemacht: Die Kölner Haie haben sich  am 46. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale gesichert. Der KEC gewann gegen den ERC Ingolstadt vor 18.600 Besuchern in der ausverkauften Lanxess-Arena mit 6:3 (1:2, 3:1, 2:0) und ist mit 22 Punkten Vorsprung nicht mehr von den ersten vier Plätzen zu verdrängen.

„Es war wie ein Playoff-Spiel. Ich war nicht zufrieden mit der Leistung im ersten Drittel, aber wir hatten ein gutes Gespräch mit den Spielern in der Pause und haben Dinge verändert“, sagte Cheftrainer Kari Jalonen. „Danach waren wir wirklich gut. Das ist ein Sieg unseres Charakters in der Kabine.“

Nach dem souveränen Restart beim 7:2 der Haie gegen Schlusslicht Dresden zeigten die Panther, dass sie aus einem anderen Kaliber sind als der Neuling. Ingolstadt entpuppte sich als spielstarke Mannschaft und setzte den KEC schon im eigenen Drittel unter Druck. Die Folge waren viele Unstimmigkeiten im Aufbau des Tabellenführers und ein früher Rückstand.

168 Sekunden waren im ersten Abschnitt erst absolviert, da schlug es hinter KEC-Goalie Janne Juvonen ein. Daniel Pietta hatte einen perfekten Pass von Sam Ruopp am finnischen Keeper vorbeibringen können. Es war eine verdiente Führung für die Gäste (3.).

Vom Spitzenreiter ging dagegen kaum Gefahr aus. Brady Austin verzog aus guter Position und im ersten Powerplay klingelte es zwar im Tor, aber aus Kölner Sicht im falschen. Ingolstadt fuhr einen Konter, den Myler Powell (5.) in Unterzahl erfolgreich zum 0:2 abschließen konnte. Glück hatten die Haie, dass Alex Bretton mit einem Schlagschuss nur den Innenpfosten des Kölner Kastens traf (11.).

Das Team von Kari Jalonen schaffte es in den ersten 20 Minuten zu selten, die stabile Defensive der Panther zu gefährden. Die Haie verloren zwei Drittel der Bullys und der Zweikämpfe. So kam der Anschluss durch Louis-Marc Aubry, der für Juhani Tyrväinen in der dritten Sturmformation als Center auflief, aus dem Nichts. Der 34-Jährige traf nach Vorlage von Kevin Niedenz per Schlittschuh ins Tor. Die Schiedsrichter entschieden nach Videobeweis auf Tor (16.).

Nach dem 1:2 und Jalones Kabinenansprache in der ersten Pause zeigte der KEC eine veränderte Körpersprache und kam prompt zum Ausgleich. Valtteri Kemiläinen markierte nach Vorlage von Tanner Kero mit seinem elften Saisontreffer das 2:2 (24.). Nur 90 Sekunden später brachte Kevin Niedenz die Haie erstmals in Führung (25.).Es war der zweite Saisontreffer für den Kölner Youngster.

Doch die Bayern ließen sich nicht abschütteln. Riley Barber antwortete mit seinem 28. Saisontor und besorgte den Ausgleich (28.). Im Kampf um die Krone des DEL-Torjägers wollte Patrick Russell seinem Kontrahenten nicht nachstehen. In Unterzahl schnappte sich der Däne den Puck, machte sich per Solo auf den Weg zum Panther-Käfig und vollendete mit seinem 27. Saisontreffer zum 4:3 (39.). Es war bereits das fünfte Tor der Haie mit einem Spieler weniger auf dem Eis in der Saison 2025/26.

„Ein verrücktes Spiel, es ging hin und her auf beiden Seiten. Aber wir lieben so etwas. Im zweiten Drittel haben wir mehr als Team gespielt. Trotzdem musste Janne Juvonen viel zu viele Paraden zeigen. Da müssen wir kompakter auftreten“, erklärte Aubry in der zweiten Drittelpause.

Im letzten Abschnitt blieb das Duell hart umkämpft und eng. Pech hatten die Schanzer, dass Breton erneut den rechten Pfosten traf und so das 4:4 verpasste (49.). Auch Barber traf nur das Gestänge des Kölner Tores (54.). So reichte den Haien ein Geniestreich von Gregor MacLeod im Powerplay und  das 6:3 von Ryan MacInnis zum 36. Sieg in der Hauptrunde. Zwischen den beiden Treffern lagen nur 15 Sekunden.


Statistik:

Kölner Haie: Juvonen; Austin, Kaski; Vittasmäki, Kemiläinen, Sennhenn, Müller; Glötzl. Russell, MacLeod, Kero; Tuomie, Schnarr, Bokk; Storm, Aubry, Niedenz; Uher, MacInnis, van Calster. – Schiedsrichter: MacFarlan, Iwert – Zuschauer: 18.600. – Tore: 0:1 Pietta (2:48/Ruopp, Agostino), 0:2 Powell (4:56/Keating, SH1), 1:2 Aubry (15:55/Niedenz, Kemiläinen), 2:2 Kemiläinen (22:45/Kero, Russell), 3:2 Niedenz (24:15./Aubry, Vittasmäki), 3:3 Barber (27:33/Sheen), 4:3 Russell (38:26/SH1), 5:3 MacLeod (55:13/Kemiläinen, Aubry, PP1), 6:3 MacInnis (55:28/Schnarr). – Strafminuten: Köln 13, Ingolstadt 15 + 10 Ruopp.