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Kölner HaieDer Rekord gehört allein dem KEC

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Die Haie feiern ihren Rekord nach dem 5:2 gegen Nürnberg.

Die Haie feiern ihren Rekord nach dem 5:2 gegen Nürnberg. 

Die Kölner Haie setzen mit einem 5:2-Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers ihren Siegesrekord von sechzehn Spielen fort.

Die Kölner Haie stehen seit Sonntag alleine an der Spitze der DEL-Geschichte. Mit dem 5:2 (1:1, 2:1, 2:0) gegen die Nürnberg Ice Tigers bauten sie den historischen Rekord der Adler Mannheim aus. Diese hatten in der Saison 2001/02  15 Spiele am Stück gewonnen. In einer Spielzeit der Superlative steht die Mannschaft mit Moritz Müller nun bei 16 Siegen. „Das ist etwas für immer“, sagte der Kapitän mitten in den Feierlichkeiten in der wieder einmal ausverkauften Lanxess-Arena. Dazu ergänzte er: „Für den Verein freut es mich, dass wir so positive Schlagzeilen und einen solchen Rekord erreichen konnten.“ Das Team dürfe sich auf dieser Bestmarke aber nicht ausruhen.

So ruhig der Spielführer das vorletzte Spiel vor der Olympia-Pause beschrieb, so ruhig wirkte seine Mannschaft auch auf dem Eis. Diszipliniert, klar und zielstrebig kaufte sie dem Tabellenneunten den Schneid ab. Nürnberg hatte zuvor Topteams wie Mannheim, München und Augsburg geschlagen, kam beim Maß aller deutschen Eishockey-Dinge aber an seine Grenzen.

Wieder zwei Powerplaytore für die Haie

Zwei Tage nach dem 15. Sieg bei den Schwenninger Wild Wings (3:2) standen die Haie wieder mit dem zuvor kranken Jan Luca Sennhenn auf dem Eis. Er ersetzte Dominik Uher, der nach der Saison nach Frankfurt wechseln wird. Auch wenn die Lanxess-Arena zum zehnten Mal in dieser Saison ausverkauft war und alles für die Rekordfeier angerichtet schien, herrschte zunächst Stille im weiten Rund. Dies lag nicht etwa an den mutigen Gästen, sondern an einem medizinischen Notfall.

Als dieser in der fünften Minute versorgt war, drehten nicht nur die 18.600 Zuschauer auf. Auch die beste Überzahl-Mannschaft der Liga untermauerte diesen Status. Juhani Tyrväinen spielte Dominik Bokk frei und dieser traf in seinem 200. DEL-Spiel zum 1:0 (11.). Diese Führung hielt allerdings nur etwas mehr als drei Minuten: Dann zeigten die Gäste aus dem Frankenland, dass sie in Überzahl auch gut funktionieren. Cody Haiskanen überwand Janne Juvonen zum 1:1-Pausenstand (15.).

Russell und MacLeod schrauben den Deckel drauf

Nicht nur beim Lattenschuss in letzter Sekunde des ersten Drittels, sondern auch bei William Grabers folgender Großchance zeigten die Ice Tigers ihr Offensivpotenzial (23.). In der Folge schienen die Gäste dem zweiten Treffer näher, die Haie erzielten ihn aber: Frederik Storm hatte einen Angriff in der eigenen Zone selbst eingeleitet und war nach Gregor MacLeods Pfostenschuss mit dem Abstauber zum 2:1 zur Stelle (34.).

Dieser Vorteil war aber schnell wieder zunichte. Valtteri Kemiläinens Pass wurde vor dem eigenen Tor abgefangen und Cole Maier traf im Nachfassen zum 2:2 (36.). Als Wiedergutmachung hatte der finnische Verteidiger aber den nächsten Powerplay-Treffer in petto: Auf Zuspiel von MacLeod erzielte Kemiläinen 20 Sekunden vor der letzten Drittelpause die erneute Führung (40.).

Auch im Schlussabschnitt verlor das Spiel nicht an Klasse, Intensität und Spannung. Selbst als die Gäste bei gezogenem Goalie volles Risiko spielten, büßte der KEC nichts an defensiver Kontrolle ein. So war es Nate Schnarr vorbehalten, die Rekord-Party mit dem ersten Empty-Net-Treffer zu starten (58.). MacLeod legte 51 Sekunden vor Schluss den Endstand nach (60.).


Statistik:

Kölner Haie: Juvonen; Austin, Kaski; Vittasmäki, Müller; Sennhenn, Kemiläinen; Russell, MacLeod, Schnarr; Bokk, Aubry, Storm; Niedenz, Tyrväinen, Kammerer; Van Calster, MacInnis, Tuomie; Glötzl. SR.: Ansons/Gofmann. Zuschauer: 18.600. Tore: 1:0 Bokk (10:55/Tyrväinen, Kammerer/PP1), 1:1 Haiskanen (14:16/PP1), 2:1 Storm (33:57/MacLeod, Russell), 2:2 Maier (35:45), 3:2 Kemiläinen (39:40/MacLeod, Russell/PP1), 4:2 Schnarr (57:53/Austin, Russell/ENG), 5:2 MacLeod (59:09/Müller, Kammerer/ENG). Strafminuten: Köln 2, Nürnberg 6.