Die Kölner Haie haben zum Abschluss der Hauptrunde in Straubing gewonnen und den Punkterekord der Adler Mannheim eingestellt.
Kölner HaieKEC wartet auf seinen Viertelfinalgegner

Traf als erster Haie beim 6:3 bei den Straubing Tigers: Ryan MacInnis (r. gegen Alex Green).
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Die Kölner Haie können mit viel Selbstvertrauen in die Playoff der Deutschen Eishockey Liga (DEL) starten. Der Spitzenreiter feierte zum Ende der Hauptrunde einen 6:3 (0:1, 3:1, 3:1)-Erfolg bei den Straubing Tigers und beendete mit dem 39. Saisonsieg die Durststrecke von drei Spielen ohne Punkt.
„Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und mit einem guten Gefühl die Playoffs gehen“, erklärte Maximilian Kammerer nach dem vierten Sieg gegen die Tigers in dieser Spielzeit. Mit dem Dreier und insgesamt 116 Zählern egalisierte der KEC auch den Punkterekord der Adler Mannheim aus dem Jahr 2019. Die Haie feierten die Bestmarke mit ihren mitgereisten Fans auf dem Eis mit einem Gruppenfoto.
Vier Verteidiger-Tore für die Haie
Die Kölner müssen als Hauptrundensieger noch auf ihren Gegner im Playoff-Viertelfinale (erstes Spiel am 24. oder 25. März) warten. Gewinnt Nürnberg in der ersten Playoffrunde gegen Bremerhaven, werden es die Ice Tigers. Kommt Bremerhaven weiter, treffen die Haie auf den Sieger des Duells zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Schwenninger Wild Wings. Zwei Viertelfinalpaarungen stehen bereits fest. Straubing spielt gegen Meister Eisbären Berlin und RB München trifft auf den ERC Ingolstadt.
Schlüssel für den Kölner Erfolg bei den heimstarken Niederbayern war am Sonntag eine konsequentere und konzentriertere Defensivleistung als beim 5:8 am Freitag in Wolfsburg sowie ein starker Janne Juvonen im Tor. Der Finne musste zwar einmal den Puck aus dem Tor holen, als Nick Halloran die Gastgeber in Führung brachte (16.), doch zu Beginn des zweiten Abschnitts schlugen die Kölner zurück. Binnen 122 Sekunden drehten Ryan MacInnis und Juhani Tyrväinen die Partie für den KEC. MacInnis markierte mit dem ersten Treffer im Powerplay in der Spielzeit gegen Straubing den Ausgleich (22.), dann drückte Tyrväinen den Puck über die Linie, nachdem Oliwer Kaski zuvor an Tigers-Goalie Henrik Haukeland gescheitert war (24.).
Jetzt kommen die richtig wichtigen Spiele.
Nach dem 2:2 durch Tyler Madden (28.) mit Ablauf einer Strafe gegen Valtteri Kemiläinen, antwortete der finnische Verteidiger auf seine Art. Er hämmerte den Puck in den Winkel und sorgte mit seinem 13. Saisontor für die Kölner Führung (32.) nach dem zweiten Drittel.
In den letzten 20 Minuten gingen die Gastgeber volles Risiko, um Platz zwei zu verteidigen, der sie in die Champions Hockey League gebracht hätte. Michael Conolly belohnte dieses Risiko mit dem 3:3 (55.). Die Kölner crashten die Partyaber. Das Verteidigertrio Kemiläinen, Brady Austin und Moritz Müller erzielten innerhalb von 53 Sekunden drei Treffer und sicherte dem Tabellenführer den verdienten Sieg.
„Die Spannung war uns in den letzten Spielen etwas abhandengekommen, heute haben wir wieder hochgefahren. Wir sind bereit. Jetzt kommen die richtig wichtigen Spiele“, erklärte Cheftrainer Kari Jalonen. „Wir haben unsere Identität und unseren Fighting Spirit gezeigt.“
Statistik:
Kölner Haie: Juvonen; Austin, Kaski; Kemiläinen, Vittasmäki; Müller, Sennhenn; Glötzl. Russell, MacLeod, Schnarr, Bokk, Aubry, Storm; Niedenz, Tyrväinen, Kammerer; van Calster, MacInnis, Uher. —SR.: Schadewaldt/Huber – Zuschauer: 5635. —Tore: 1:0 Halloran (15:55), 1:1 MacInnis (21:24/Bokk, Kaski, PP1), 1:2 Tyrväinen (23:26/Kaski, Kammerer), 2:2 Madden (27:05/Leonhardt, Conolly), 2:3 Kemiläinen (31:09/Tyrväinen, Niedenz), 3:3 Conolly (54:54/Leslie/Leonhardt), 3:4 Kemiläinen (55:27/Bokk, Aubry), 3:5 Austin (56:09), 3:6 Müller (56:20/Russell). — Strafminuten: Straubing 6, Köln 6.
