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Sieg im bergischen DerbyVfL Gummersbach gewinnen in eigener Halle 37:34 gegen den BHC

Lesezeit 4 Minuten
Ein Handballer wird im Angriff von zwei Gegenspielern festgehalten.

Mit acht Treffern war Dominik Mappes neben Lukas Blohme der beste VfL-Werfer.

In der mit 4132 Zuschauern ausverkauften Schwalbe-Arena siegten die Bundesliga-Handballer des VfL im Lokal-Derby gegen den BHC. 

Es dauerte lange, bis Torhüter Tibor Ivanisevic seine zweite Parade im Spiel zeigte und doch wurde er mit einem nervenstarken Dominik Mappes zum Matchwinner. Mit 37:34 (20:15) setzte sich der VfL Gummersbach im bergischen Derby gegen den Bergischen HC durch und klettert in der Tabelle der Handball-Bundesliga an den nun wieder punktgleichen Gästen vorbei auf Platz acht.

In der erneut ausverkauften Schwalbe-Arena sah lange alles nach einem sicheren Sieg für die Hausherren aus. Dabei waren die mit zwei vergebenen Siebenmeter ins Spiel gestartet: Dominik Mappes und Lukas Blohme scheiterten beide an BHC-Torhüter Christopher Rudeck. Kreisläufer Frederik Ladefoged brachte die Gäste in Führung, die Ole Pregler ausglich (3.), ehe Miro Schluroff den VfL in Führung brachte, die dieser bis zum Abpfiff nicht mehr abgab.

VfL-Trainer hatte mehr Effektivität seiner Rückspieler gefordert

VfL-Trainer Gudjon Valur Sigurdsson hatte nach der Niederlage seines Teams in Flensburg mehr Effektivität seiner Rückraumspieler gefordert. Er setzte dabei über weite Strecken auf einen Rückraum ohne Linkshänder, ließ Miro Schluroff, Ole Pregler und Julian Köster beginnen. Die Rückraumwerfer lieferten gegen den BHC, ohne dabei die Abwehr aus dem Blick zu verlieren. Die stand gut und ließ die Gäste nicht in die erste Welle kommen. Nach dem Abpfiff gab es denn auch ein Lob des Trainers an Ellidi Vidarsson, Julian Köster, Stepan Zeman und Tom Kiesler für ihren Einsatz in der Abwehr.

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8:4 (15.) führten die Gummersbacher als BHC-Trainer Jamal Naji seine erste Auszeit nahm. Es blieb bei der Führung der Hausherren, die diese bis zur Pause auf fünf Treffer ausgebaut hatten. Dabei hatten die Gäste im Tor gewechselt, für den glücklosen Rudeck kam Peter Johannsson, während beim VfL Ivanisevic und Fabian Norsten nur auf jeweils eine Parade kamen.

Der BHC kam in der zweiten Hälfte noch einmal auf ein Tor ran

Nach dem Wiederanpfiff schien zunächst alles so weiter zu laufen, auch wenn Tilen Kodrin, Köster und Pregler frei an Johannsson scheiterten. Der VfL führte mit 24:18 (36.) .

Die Gäste stellten auf eine 5:1-Abwehr gegen Dominik Mappes um,     kamen zu leichten Toren und es wurde noch einmal eng. Beim 26:28 (46.) hatte der BHC erstmals auf zwei Treffer verkürzt, beim 28:29 (50.) war es nur noch ein Tor. Vor allem Kreisläufer Frederik Ladefoged bekam die Gummersbacher Abwehr nicht in den Griff, die in dieser Phase auch nicht mehr so schnell wie in der ersten Halbzeit auf den Beinen war.

Die Partie wurde hitziger, doch die Fehler seiner Vorderleute bügelte Ivanisevic nun mit Paraden aus. Beim 31:32 (55.) hatte der BHC erneut auf ein Tor verkürzt. „Wir haben uns in dieser Phase zu viele Fehlwürfe erlaubt, das hat uns nervös gemacht“, sagte Tilen Kodrin .

Zwei Paraden des VfL-Torhüters sorgten am Ende für Entspannung

Vidarsson traf zum 33:31 (55.) Zwei Paraden des VfL-Torhüters und das Tor von Dominik Mappes zum 34:31 (58.) sorgten für Entspannung, auch wenn es nach einem Foul an Ole Pregler ein Gerangel gegeben hatte. Die verbleibenden Minuten wurden noch hitziger. Als der BHC nach der letzten Auszeit (59.) am Tor vorbei warf, kannte der Jubel in der Halle kaum Grenzen. Da ging am Ende die Rote Karte gegen Lukas Blohme nach der dritten Zeitstrafe ebenso unter wie der letzte Siebenmeter der Gäste zum 37:34.

Der VfL sei im Angriff brutal effektiv gewesen, sprach BHC-Trainer Jamal Nagy von einem verdienten Start-Ziel-Sieg der Hausherren. Dass es doch noch mal so spannend geworden sei, liege an der Liga mit ihren vielen starken Mannschaften, die zu jeder Zeit wieder ins Spiel zurückfinden können, erklärte Vidarsson. „Ich bin froh, dass wir mit den Fans im Rücken das Spiel gewonnen haben“, fügte Miro Schluroff hinzu.

Durch das Europapokalfinale am Pfingstwochenende pausiert die Bundesliga und die Gummersbacher treten erst am Sonntag, 4. Juni, 16.05 Uhr, beim TBV Stuttgart zum drittletzten Spiel der laufenden Saison an. Letztes Heimspiel ist am Donnerstag, 8. Juni, gegen Frisch Auf Göppingen.

Tore VfL Gummersbach: Vidarsson (6), Kodrin (5), Köster (3), Blohme (8), Schluroff (2), Mappes (8/3), Pregler (3), Jansen (1), Zeman (1).

Tore Bergischer HC: Persson (2), Scholtes (3), Nothdurft (7), Weck (5), Gunnarsson (1/1), Ladefoged (7), Babak (3), Arnesson (6/3).

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