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„Es war kein Rekordsommer“Sommerbilanz des Deutschen Wetterdienstes veröffentlicht

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«Der Sommer war relativ warm, es war aber kein Rekordsommer», sagte DWD-Experte Andreas Walter der Deutschen Presse-Agentur.

„Der Sommer war relativ warm, es war aber kein Rekordsommer“, sagte DWD-Experte Andreas Walter der Deutschen Presse-Agentur.

Die vergangenen Monate hielten so ziemlich alle Witterungen bereit. Die Folgen der Erderwärmung sind nicht zu übersehen.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und mit ihm die Wetterphänomene der vergangenen Monate. Heute, am Freitag, hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach seine Sommerbilanz veröffentlicht, die auf Durchschnittstemperaturen, Niederschlagsmengen und Sonnenstunden eingeht. Experten zufolge sind trotz fehlender Rekordwerte auch in diesem Jahr Auswirkungen des Klimawandels zu erkennen.

Nach vorläufigen Auswertungen steht fest: Der Sommer war zwar relativ warm, erreichte aber nicht das Niveau eines Rekordsommers. Andreas Walter, Experte des DWD, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Es war kein Rekordsommer.“ Der bisher wärmste Sommer in Deutschland war 2003 mit einer Durchschnittstemperatur von 19,7 Grad. Für den Sommer 2025 wird eine Temperatur zwischen 18,0 und 18,5 Grad erwartet.

Sommerbilanz DWD: Leichtes Plus bei Sonnenstunden

Peter Hoffmann, Meteorologe am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), wies darauf hin, dass Großwetterlagen über Europa mit dem Klimawandel stabiler geworden seien. Solche Wetterlagen könnten zu langen Phasen mit ungewöhnlich mildem und trockenem Wetter führen.

In Bezug auf den Niederschlag gab es zwar Dürreperioden, aber auch ergiebige Regenfälle, insbesondere am Alpenrand und im Nordosten Deutschlands. Der DWD geht davon aus, dass die Niederschlagsmenge insgesamt im klimatologischen Mittel liegt. Hinsichtlich der Sonnenstunden könnte es sogar ein leichtes Plus geben.

Hoffmann betonte, dass das erste Halbjahr in Deutschland zu den regenärmsten der letzten Jahrzehnte gehörte, während Südeuropa vergleichsweise feucht war. Der Wetterumschwung Anfang Juli brachte dann längere Regenperioden, die den Trockenstress in Deutschland nur für kurze Zeit lindern konnten. (red)