Lindlar – Großes Glück hatten die Anwohner des Hauses 55 an der Hauptstraße in Lindlar und die Bauarbeiter in den benachbarten Gebäuden. Denn um 12.15 Uhr hatten Bewohner im Dachgeschoss Gasgeruch festgestellt und die Feuerwehr gerufen. Im Kellergeschoss und in der Nähe der Leckage an der Straße war die Gaskonzentration bereits sehr hoch. Eine Explosion in diesem Bereich wäre schon möglich gewesen, sagt Feuerwehrsprecher Hans Peter Scheurer.
20 Bewohner und Bauarbeiter in Sicherheit gebracht
Zuerst wurden die 20 Bewohner des Hauses in Sicherheit gebracht, darunter auch eine Wohngruppe der Lebenshilfe. Das Haus mit der Nummer 55 ist der mittlere Bereich des ehemaligen Herz-Jesu-Krankenhauses. Im vorderen Bereich befindet sich das Ärztehaus, das ebenfalls evakuiert wurde. Der dritte Gebäudebereich ist noch nicht komplett saniert. Auf dem Areal wird das ehemalige Schwesternwohnheim umgebaut, sowie ein großer Neubaukomplex errichtet. Die Bauarbeiter dort wurden ebenfalls in sicherer Entfernung untergebracht.
In der Zwischenzeit hatte der Energieversorger die Gas- und Stromzufuhr abgeriegelt, so dass kein weiteres Gas ausströmen konnte. Die Leckage befand sich an der Hauptstraße etwa in Höhe der ehemaligen Krankenhaus-Kapelle. Von dort strömte das Gas in den großen Heizungskeller und verteilte sich über einen Kaminschacht bis in das Dachgeschoss, wo der Gasgeruch festgestellt worden war.

Die Feuerwehr an der Einsatzstelle in Lindlar
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Mehr als 50 Einsatzkräfte vom Löschzug 1 und der Löschgruppe Remshagen waren vor Ort. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad eine hohe Belastung für die Feuerwehrleute. Die Kräfte sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Evakuierung. Die Polizei sperrte die Borromäus- und die Hauptstraße ab, der Rettungsdienst stand für Notfälle bereit.
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Auch das Ordnungsamt der Gemeinde und Bürgermeister Dr. Georg Ludwig waren vor Ort. Da der Keller, in dem sich das Gas gesammelt hatte, nur über eine Tür und sonst keine weiteren Belüftungsmöglichkeit verfügt, wurde ein speziell für Einsätze in Wasser und Gas ausgestatteter Lüfter der Engelskirchener Feuerwehr eingesetzt, um das Gas über den Kamin ins Freie zu blasen, so Einsatzleiter Michael Meckbach.
Im späteren Nachmittag konnten die Bewohner in ihre Wohnungen zurück und die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden. Wieso es zu dem Leck in der erst wenige Monate alten Leitung kommen konnte, ist noch offen.



