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Kreissparkasse KölnWachstum in schwierigem Umfeld

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Der Vorstandschef der Kreissparkasse Köln, Thomas Pennartz, steht in der Schalterhalle des Instituts am Kölner Neumarkt.

Der Vorstandschef der Kreissparkasse Köln, Thomas Pennartz, steht in der Schalterhalle des Instituts am Kölner Neumarkt. 

„Das Kundengeschäft wuchs kräftig“, freute sich Thomas Pennartz, Vorstandschef der Kreissparkasse Köln, bei der Vorlage des Zahlenwerks am Donnerstag. Und das gelang in einem schwierigen Umfeld. 

Angetrieben wurde das Wachstum der Kreissparkasse durch das Kreditgeschäft. Neu herausgereicht hat sie 3,8 (2024: 3,2) Milliarden Euro. Bei Privatkunden waren Immobilienkredite gefragt. Hier gab es ein Plus von 21,1 Prozent auf 1,2 Milliarden.

Bestandsimmobilien sind gefragt

„Aktuell werden vorrangig Bestandsimmobilien erworben“, sagte Pennartz. Sie sind deutlich günstiger als neue Häuser und Wohnungen, die mehr Eigenkapital und hohe Einkommen für die Tilgung von Immobilienkrediten erfordern. „Für die Schaffung von dringend benötigtem neuem Wohnraum sind beschleunigte Verwaltungsverfahren, eine Reduzierung der Bau- und Baunebenkosten sowie eine verbesserte staatliche Förderung wichtige Voraussetzungen“, so Pennartz. Dabei entscheide die Entwicklung von Wohnraum auch mit über die Zukunft der Region. Das sei Voraussetzung dafür, dass sich junge Familien hier niederließen oder ob Betriebe Fachkräfte gewinnen könnten.

Die neuen Ausleihungen an Unternehmen kletterten um 7,2 Prozent auf 2,1 Milliarden. Verwendet wurde das Geld vor allem für Ersatzinvestitionen. Insgesamt wuchs das Kreditportfolio der Kreissparkasse auf 24,36 (23,59) Milliarden, darunter 12,68 (12,39) Unternehmenskredite.

Weniger Bürokratie könnte auch das Gründungsgeschäft weiter beleben. „Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für Gründerinnen und Gründer nach wie vor herausfordernd“, so Pennartz. Dennoch konnte die Kreissparkasse Köln 154 (188) Gründungsvorhaben mit einem Darlehensvolumen von 17,7 Millionen begleiten.

Auch die Einlagen wuchsen auf insgesamt 23,98 (23,03) Milliarden. Der Großteil kam mit 18 Milliarden von Privatkunden, die ein weiteres Jahr vor allem Geld in täglich verfügbaren Anlagen parkten. Da die Bilanzsumme auf 30,9 (29,6) Milliarden kletterte, unterliegt das Institut künftig der Aufsicht durch die EZB.

Drittbestes Ergebnis der Geschichte

Während der Zinsüberschuss auf 619 (649) sank, kletterte der Provisionsüberschuss vor allem wegen eines auf 9,5 (8,6) Milliarden gestiegenen Wertpapierabsatzes auf 237 (223) Millionen. Sach- und Personalaufwand – das Institut beschäftigte 3485 (3417) Menschen - kletterten auf 541 (517) Millionen. So sank das Betriebsergebnis vor Bewertung auf 315 (356) Millionen.

Nur moderat hat sich der Bewertungsbedarf für faule Kredite erhöht, so dass ein Gewinn vor Steuern von 269 (327) Millionen erzielt wurde. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 184 (238) Millionen. Das ist das drittbeste Ergebnis in der Geschichte des größten kommunalen Instituts der Republik.