Eine Ehrensache war es für Helmut Bargon, Senats-Präsident der Großen Kölner, im Elferrat von „Ärm en Ärm“ zu sitzen.
Große KölnerDer Altenhilfe seit 1963 verbunden

Helmut Bargon (rechts) von der Großen Kölner setzte gerne den Altenhilfe-Zylinder auf, um zusammen mit Rundschau-Herausgeber Helmut Heinen und Walter F. Passmann im Elferrat von „Ärm en Ärm“ zu sein.
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Als die Altenhilfe-Vorsitzende Julia Heinen vor etwas mehr als einem Jahr fragte, ob Helmut Bargon kurzfristig bei einer neuen Karnevalssitzung im Elferrat sitzen könnte, da ließ sich der Senats-Präsident der Großen Kölner Karnevalsgesellschaft nicht zweimal bitten: „Ich habe sofort zugesagt.“ Und auch bei der zweiten Auflage von „Ärm en Ärm“ saß er mit Begeisterung im Elferrat.
Dabei hat er eigentlich schon genug zu tun. Acht eigene Sitzungen von der Flüstersitzung in der Flora über die Mädchensitzung bis zur Galasitzung im Gürzenich richtet die Große Kölner aus, und Helmut Bargon ist immer dabei - oft im Elferrat. „Das wusste ich ja, als ich mir das Hobby ausgesucht habe“, sagt er und lacht, „ich hätte ja auch Brieftauben züchten können“.
Auch außerhalb der Session versuche der Senat, seinen Mitgliedern Programm zu bieten: „Damit man auch da mal Gelegenheit zum Reden hat.“ So gibt es den Sessionsrückblick „Dat wor et“, bei dem jeweils ein Prominenter etwas aus dem Nähkästchen plaudert. Sabine Heinrich zum Beispiel, die für den WDR den Rosenmontagszug kommentiert, war es beim letzten Mal.
Beim „Kölsche Ovend“ erzählte die ehemalige Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner von der Arbeit des Zentral-Dombauvereins. Und in der Reihe „Köln erkunden und entdecken“ besuchten die Senatoren und Senatorinnen schon den Flughafen, das Stadion oder sogar die JVA.
Innerhalt der etwa 750 Mitglieder starken Karnevalsgesellschaft sei der Senat „für den inneren Zusammenhalt“ zuständig, meint dessen Präsident. So ist ihm besonders an der Nachwuchsarbeit gelegen. Es gibt eine Nikolausfeier für Kinder, bei der auch die Kindertanzgruppe der Höppemötzjer mitfeiert. Und bei den Sitzungen darf der Nachwuchs als Page (ab 10 Jahren), Herold (ab 15 Jahren) oder Ratsdiener (ab 18 Jahren) mithelfen. Bargon: „Wer Lust hat - Pagen können wir noch gebrauchen.“
„Der Senat der Großen Kölner ist der Altenhilfe schon seit 1963 verbunden“, sagt Helmut Bargon. Bei der Nikolausfeier des Senats wird seitdem für die Rundschau-Altenhilfe gesammelt. „Wir finden immer noch wichtig, dass man hier weiß, wo das Geld ankommt, nämlich bei den Menschen und nicht in irgendwelchen dubiosen Verwaltungsstrukturen“, erklärt er. Und was er ganz toll findet: „Die Weihnachtspakete werden alle persönlich überbracht.“ Deshalb war es für ihn eine Ehrensache, im Elferrat von „Ärm en Ärm“ zu sitzen.

