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Sparkasse Köln BonnMobile Filiale kommt zu den Senioren

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Halten nichts von Online-Banking: Kundinnen der mobilen Filiale der Sparkasse Köln Bonn, der regelmäßig die Sozialbetriebe Köln (SBK) anfährt.

Halten nichts von Online-Banking: Kundinnen der mobilen Filiale der Sparkasse Köln Bonn, der regelmäßig die Sozialbetriebe Köln (SBK) anfährt.

Die Sparkasse Köln Bonn gehört zu den treuen Spendern der Altenhilfe. Auch mit ihrer mobilen Filiale ist sie für Senioren im Einsatz.

„Nur Bares ist Wahres“ – für die ältere Generation hat diese Redewendung noch große Bedeutung. Und sie schätzt die persönliche Betreuung bei Geldangelegenheiten. Da wundert es nicht, dass der Sparkassen-Bus der Sparkasse Köln Bonn auf dem Gelände des SBK-Seniorenzentrums Köln-Riehl gut ankommt: „Einfach super, ohne den wären viele hier aufgeschmissen“, sagt Bärbel Wirtz (79).

Hier sind die Bankgeschäftenoch Handarbeit

Seit die Sparkasse Köln Bonn ihre Präsenzfiliale in Riehl vor anderthalb Jahren geschlossen hat, macht eine mobile Filiale, so die offizielle Bezeichnung für den Sparkassen-Bus, zweimal in der Woche in der Boltensternstraße Station. Der markante rote Truck hält vorn im Eingangsbereich auf dem kleinen Platz hinter dem Riehler Treff. „Für unsere Bewohner ist das optimal“, sagt Götz Großhans, Pressesprecher der Sozial-Betriebe-Köln (SBK). Neben der stationären Pflege gebe es auf dem Gelände rund 500 Senioren-Wohnungen, deren Mieter und Mieterinnen noch weitgehend selbständig sind und ihre Geldgeschäfte selbst regeln.

Online-Banking? Domit han wir nix am Hut.
Besucher des Sparkassen-Busses

Viele von ihnen wollen auf Scheine und Münzen in der Geldbörse auf gar keinen Fall verzichten, und sie wollen den Kontoauszug aus Papier in der Hand halten, um ihre Finanzangelegenheiten schwarz auf weiß nachzuvollziehen. Online-Banking? „Domit han wir nix am Hut“, ist eine typische Antwort bei den Besuchern des Sparkassen-Busses in Riehl. Sie kommen nicht nur vom SBK-Gelände, sondern auch aus der umliegenden Nachbarschaft, wenn ihnen die nächstgelegene feste Zweigstelle in Nippes zu weit ist. Immer wieder sind lobende Worte über den Bus zu hören: „Das ist einfach toll“, meint Helga Spernat (81) und andere: „Ich bin sehr froh, dass es das Angebot hier gibt“ – „Das ist richtig gut, wirklich unbezahlbar“ – „So eine tolle Idee“.

„Ohne wären wir aufgeschmissen“, sagt Bärbel Wirtz, Kundin der mobilen Filiale der Sparkasse Köln Bonn.

„Ohne wären viele hier aufgeschmissen“, sagt Bärbel Wirtz, Kundin der mobilen Filiale der Sparkasse Köln Bonn.

Großes Lob gibt es für die Bus-Besatzung. Ein festes Vierer-Team ist im Einsatz, die Kundschaft trifft also immer auf bekannte Gesichter. „Da baut sich natürlich ein Vertrauensverhältnis auf, das uns wichtig ist“, erläutert Sabine Marzi von der Sparkasse KölnBonn. Die Mitarbeiter seien „immer freundlich und zuverlässig, das sind Goldstücke“, bringt es Bärbel Wirtz (79) auf den Punkt.

Die Kundschaft trifft aufein festes Berater-Team

Auch die Berater Mark Wiederhöfer und Ulrich Müller, die beim ersten Riehler Sparkassen-Bus-Stopp dieses Jahres im Einsatz waren, haben Freude an ihrer Arbeit und unterstützen gern – egal, ob es ums Abheben geht, um Überweisungen, das Ausfüllen von Formularen, die Erteilung oder Änderung von Daueraufträgen, Kartensperren oder Lastschriftrückgaben. Und ganz selbstverständlich reichen sie die auf Wunsch ausgedruckten Kontoauszüge zu, wenn mal jemand mit dem Rollator draußen vor dem Truck warten will. „Wir haben hier immer gut zu tun“, erläutert Mark Wiedenhöfer. Riehl sei einer der besonders gut besuchten Standorte, an die 70 bis 80 Leute kommen in den zwei Stunden Öffnungszeit.

Besonders zu schätzen weiß die Kundschaft zudem die persönlichen Gespräche, die sich immer mal ergeben – mit der Sparkassen-Crew oder auch untereinander. Vor allem im Sommer kommt der ein oder andere gerne einfach nur auf ein Schwätzchen vorbei.


Wenn der Umgang mit Bankangelegenheiten immer digitaler wird, wenn Filialen dadurch an Bedeutung verlieren und aus Kostengründen geschlossen werden, sollen ältere Menschen nicht auf der Strecke bleiben, so die Überlegung bei der Sparkasse Köln Bonn, die auch regelmäßig die Altenhilfe der Kölnischen Rundschau unterstützt. Um den Wünschen und Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren gerecht zu werden, starteten 2021 erstmals zwei Busse als rollende Filialen als Ersatz für geschlossene Zweigstellen. 2024 wurde die Flotte auf sechs kleinere Trucks umgestellt mit 48 Haltestellen in Köln und Bonn. Die Sparkassen-Busse bieten als „Mobile Filiale“ nahezu den gleichen Service wie eine kleine Zweigstelle mit fester Adresse. Zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkasse stehen der Kundschaft mit Rat und Tat zur Seite.