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Bayerisches Brauhaus in Köln
Was das Augustiner am Heumarkt ab sofort bietet

Lesezeit 3 Minuten
Im frisch renovierten Augustiner am Kölner Heumarkt stehen die drei Pächter Janis Leiro, Tobias Sudowe, Lasse Prumbaum. Der helle Holzboden und die dunkle Vertäfelung erinnern an die bayerische Brauhaus-Kultur.

Die Pächter Janis Leiro, Tobias Sudowe, Lasse Prumbaum (von links) im Augustiner am Heumarkt in Köln.

In die ehemalige Maredo-Filiale am Kölner Heumarkt kehrt mit dem bayerischen Brauhaus Augustiner wieder Leben ein. Die Karte bietet alles, was einem beim Gedanken an die bayerischen Brauhaus-Kultur in den Sinn kommt. 

Gute zwei Jahre hat es gedauert, um das Steakhaus am Heumarkt in ein waschechtes bayerisches Brauhaus zu verwandelt. Deutlich länger als geplant – doch die Kernsanierung hat sich gelohnt. Der helle Holzboden in der ehemaligen Maredo-Filiale, die wuchtigen Leuchten an den tiefen Decken und die dunkle Vertäfelung lässt die Besucher beim Betreten des Augustiner am Heumarkt direkt in die bayerische Brauhauskultur eintauchen. Nur die schwarz-weißen Bilder mit lokalen Motiven – Dom, Hohenzollernbrücke, Reiterdenkmal – erinnern an den Wänden daran, dass man sich noch immer in Köln befindet – rund 450 Kilometer entfernt vom Münchner Vorbild.

Am Freitag, 23. Dezember, eröffnet Augustiner den ersten NRW-Standort in Köln. Wenn der Weihnachtsmarkt am Heumarkt im Januar schließt, sollen irgendwann zu den 300 Innen-Plätzen weitere 200 draußen entstehen.

Vorbereitung auf Kölner Start im Stammhaus in München

Als die Münchner Traditionsbrauerei einen Pächter für den Standort am Heumarkt suchte, mussten Janis Leiro, Tobias Sudowe und Lasse Prumbaum nicht lange überlegen, um sich zu bewerben. Leiro und Sudowe, geboren in der Nähe von Bonn, wollte ohnehin zurück in die Heimat und bekamen den Zuschlag.

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Die lange Zeit bis zur Eröffnung nutzten die Drei für die Vorbereitung. „Wir waren gemeinsam mit unserem Küchenchef längere Zeit in München und haben dort hinter die Kulissen schauen können“, erzählt Sudowe.

Die Speisekarte erfüllt alle Wünsche, die beim Gedanken an die bayerische Brauhaus-Kultur aufkommen: Weißwürste, Zwiebelrostbraten, Leberkäse oder Haxe. Freunde der fleischlosen Küche finden auf der Karte Käsespätzle, Kaspressknödel oder vegane Maultaschen. „Wir machen alles selber“, sagt Sudowe. Nach erfolgreichem Start wird sich die Karte voraussichtlich noch vergrößern. „Wir sind beim Essen komplett frei und müssen uns an keine Vorgaben aus München halten.“

Kölsch gibt es im bayerischen Brauhaus in Köln nicht

Strenger sind die Bayern dagegen bei ihrem geliebten Bier. Gläser müssen vorgekühlt, die Bierleitungen jede Woche gereinigt werden. „Wir haben dafür extra ein Bierschulung in München mitgemacht“, sagt Sudowe.

Die Wahl der Fassbiere fällt dabei zwischen dem klassischen Augustiner Hellen, dem besonders milden und spritzigen Augustiner Edelstoff oder dem Augustiner Dunkel. Dazu kommt ein Weizen aus der Flasche und andere Saisonbiere. „Bei den Größen passen wir uns ein bisschen an Köln an“, sagt Sudowe. Die Einstiegsgröße liegt also nicht wie in München beim halben Liter, sondern bei der Hälfte.

Wer Lust auf ein frisches Kölsch hat, der ist im Augustiner allerdings an der falschen Adresse. Dass sich bayerische Brauhauskultur und das kölsche Brauchtum nicht ausschließen, wollen Leiro und sein Team an den Karnevalstagen beweisen.

An Weiberfastnacht treten die Paveier auf, am Samstag und Sonntag driften die Feiern ein wenig in die Ballermann-Richtung ab. Unter anderem treten Ikke Hüftgold und Mallorca-Überflieger Julian Sommer auf. Zur Ballermann-Hochburg soll das Augustiner am Heumarkt aber nicht werden. So kurzfristig waren die Kölner Bands schlichtweg nicht mehr zu buchen. 

Aus der Speisekarte

Leberkas mit geschmorten Zweiebeln, Kartoffelsalat, Spiegelei und Senf: 12,90 Euro; Schweinshaxe mit Kartoffelstampf, Bratenjus und Senf: 21,90 Euro; Wiener Kalbsschnitzel mit Kartoffelsalat, Preiselbeeren und Wildkräutersalat: 24,90 Euro; Käsespätzle: 13,90 Euro, vegane Maultaschen mit Spinat-Kartoffel-Füllung: 15,90 Euro, Augustiner Helles vom Fass: 2,70 Euro (0,25l), 4,80 (0,5l), 9,50 (1l).

www.augustiner-am-heumarkt.de

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