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Wandertag im FebruarAuf dem Kölnpfad rund um Bensberg

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Auch am Bensberger Barockschloss führt die Tour vorbei.

Es herrscht Betrieb im Engelbertturm des Bensberger Rathauses. In dem historischen Gemäuer der alten Burg, deren Reste Architekt Gottfried Böhm Ende der 1960er Jahre in das moderne Rathaus der damals noch selbstständigen Stadt Bensberg integrierte, leben mehr als 100 Jahre Karnevalsgeschichte. Sorgsam gehütet von Willi Fritzen.

Neben Fahnen, Uniformen und Ornaten zeigt der Archivar der "Großen Bensberger" dort auch Veranstaltungsplakate und Schmuckstücke wie den ersten Kölner Fastnachtsorden von 1838 sowie die älteste Bensberger Karnevalskappe aus dem Jahre 1904. Und Fritzen weiß jedes Exponat und Datum mit einer Anekdote zu würzen - so wird Karnevalshistorie zum Erlebnis. Am heutigen Samstag, 2. Februar, hat das über den Rathausinnenhof zu erreichende Museum feste Öffnungszeiten (siehe Infos).

Ein Abstecher lohnt sich also in jedem Fall, wenn wir auf dem Kölnpfad rund um Bensberg wandern. Unsere Tour beginnt am Bensberger Busbahnhof. Drei Etagen tiefer in der Erde befindet sich die Endstation der Stadtbahnlinie 1 - in einer der kleinsten "U-Bahnen" des Landes, gerade mal 487 Meter lang ist der Tunnel.

An der Straße Burggraben, auf der wir das Bensberger Rathaus zunächst umrunden, liegt das Bergische Museum, in dessen Keller sich ein originalgetreu nachgebautes Bergwerk befindet. Noch bis Ende der 1970er Jahre wurde im Bensberger Bergbaurevier Erz gefördert. Seit 1975 gehört Bensberg zur heutigen Stadt Bergisch Gladbach.

Vom Rathaus geht´s hinauf zum barocken Schloss, das sich Landesherr Johann Wilhelm II., genannt Jan Wellem, Anfang des 18. Jahrhunderts als Jagdschloss errichten ließ. Der Blick von hier oben aufs Rheintal soll 1774 schon Johann Wolfgang Goethe fasziniert haben. Sein Begleiter Johann Georg Jacobi notierte damals: "Ich glaube, dass die Götter dann und wann auf einer silbernen Wolke so ihren Nektar trinken und die Hälfte der Erde übersehen."

Vom Schlossberg geht´s durchs Milchborntal in den Wald der Hardt, in dem zwei Gedenkstätten an die französischen, preußischen und österreichischen Soldaten erinnern, die um die Wende zum 19. Jahrhundert starben, als im Schloss Lazarette untergebracht waren. Am Naturfreunde-Haus Hardt sind im Gelände noch Bergbauspuren zu entdecken, bevor wir auf der Höhe die Rochuskapelle erreichen. Beim folgenden Abstieg bietet sich eine weitere faszinierende Aussicht aufs Rheintal - Domblick inklusive. Wie ein Märchenschloss wirkt das Anwesen im Tal: Das Schlosshotel Lerbach hat Bergisch Gladbachs erster Drei-Sterne-Koch Dieter Müller einst bekanntgemacht, heute wirkt hier sein Nachfolger Nils Henkel.

Durch das Naturschutzgebiet der Grube Cox, in der früher Dolomit für die Glasherstellung abgebaut wurde, erreichen wir die Freizeitanlage Saaler Mühle mit der Wellnessanlage Mediterana. Wenige Meter weiter lässt sich die Tour mit der Stadtbahn abkürzen, die uns zurück zum Bensberger Mini-U-Bahntunnel bringt.