50.000 Euro für UmgestaltungEine eigene Spur für Radler auf dem Theodor-Heuss-Ring

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Ganz entspannt auf dem Theodor-Heuss-Ring: Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung, und Verkehrsdezernentin Andrea Blome testen den neuen Radweg.

Ganz entspannt auf dem Theodor-Heuss-Ring: Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung, und Verkehrsdezernentin Andrea Blome testen den neuen Radweg.

Köln – Eine Traumstrecke für Radfahrer – und das auf den Kölner Ringen: Ein 2,50 Meter breiter Radweg, eindeutig markiert neben der Spur für Autos, dazu große rote Flächen, die Einmündungen und Abbiegespuren für Autos kennzeichnen, und Tempo 30.

„Die Stimmung auf der Straße ist entspannt und entschleunigt. So wie wir uns idealerweise den Verkehr in der Stadt vorstellen“, erklärte Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrsentwicklung, beim Ortstermin am Theodor-Heuss-Ring. Dort wurde in den letzten Tagen die „fahrradfreundliche Neuaufteilung des Straßenraumes“ zwischen Riehler Straße und Konrad-Adenauer-Ufer verwirklicht.

Radweg endet mitten auf der Autospur

Vom Rhein kommend ist allerdings nach 500 Metern am Ebertplatz abrupt Schluss: Dann endet der Radweg zwar immer noch breit, aber doch eindeutig mitten auf der Autospur. Dort soll noch eine Lösung entwickelt werden. „Man muss sich jeden Bereich genau anschauen“, sagte Harzendorf.

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Aber gestern herrschte bei den Beteiligten erst einmal durchweg Sonnenschein: „Diese Strecke sollte unser Vorbild sein“, meinte Christoph Schmidt, Vorsitzender des ADFC Köln. „Hier hat man eine Idee, wie es aussehen kann“, erklärte Jürgen Möllers, Fahrradbeauftragter der Stadt Köln. „Im weiteren Verlauf der Ringe werden wir verschiedene Führungsformen für Radfahrer finden müssen.“

33 Stellplätze sind weggefallen

Selbst der Radweg auf dem Theodor-Heuss-Ring in Gegenrichtung unterscheidet sich schon: Hier wurde mit gestrichelten Linien „nur“ ein 2,25 Meter breiter Schutzstreifen markiert, der bei Bedarf auch von Autos befahren werden darf. Dabei wurde berücksichtigt, dass Fahrzeuge weiterhin ein- und ausparken können. Insgesamt sind durch die Umgestaltung 33 Stellplätze entfallen, weil auf einer Straßenseite nicht mehr schräg, sondern nur noch längs zur Fahrbahn geparkt werden darf. Die Umgestaltung des Theodor-Heuss-Rings hat 50.000 Euro gekostet. Ein Tempolimit von 30 km/h gilt im weiteren Verlauf der Ringe auch schon zwischen Hansaring und Rudolfplatz. Die Lücke dazwischen wird bald angepasst.

Die Maßnahmen gehören zum Konzept für die Entwicklung des Radverkehrs an den Kölner Ringen, das im Dezember beschlossen wurde. Der ADFC und die Initiative „Ring frei“ setzen sich seit Jahren für die Einrichtung einer durchgehenden Fahrradverbindung zwischen der Bastei und dem Ubierring ein.

Demnächst sollen zwischen Lindenstraße und Zülpicher Platz Markierungsarbeiten durchgeführt werden, wie die Stadt mitteilte. Der 450 Meter lange Abschnitt gilt ebenfalls als Pilotstrecke für Radfahrer. Auch auf dem Sachsenring wird voraussichtlich noch 2017 mit der Umgestaltung begonnen. Insgesamt sind in diesem Jahr Maßnahmen auf einer Länge von etwa 2,4 Kilometern geplant. Die Kölner Ringe sind insgesamt 5,8 Kilometer lang.

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