Köln – Auf den ersten Blick fallen sie gar nicht auf. Auf den zweiten sieht es so aus, als hätten nun einige Stadtbahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) Kiemen. Und in der Tat, bei neuen „Oberlichtern“, die der Betrieb gerade an zwei Stadtbahnen testet, geht es ums Luftkriegen. Durch die aufgestellten Fächerklappen soll mehr Frischluft in die Bahnen kommen.
„Es geht um die Stadtbahnen, in denen wir keine Klimaanlage haben“, sagt KVB-Sprecher Stephan Anemüller. Knapp die Hälfte der Bahnen sind mir einer Art Klimaanlage ausgerüstet. Das System saugt Luft von außen an, die dann in die Wagen geleitet und umgewälzt wird. So lässt sich die Temperatur an heißen Tagen um drei bis fünf Grad herunterkühlen. Die andere Hälfte der Fahrzeuge hat jedoch kein solches System.
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Das sind die Bahnen, die an heißen Sommertagen immer wieder zu Verdruss unter den Fahrgästen führen. Die Wagen heizen sich auf. Mit den Jahren wird sich das Problem von alleine lösen. Die KVB tauscht nach und nach ihren gesamten Fuhrpark aus. Doch das wird noch voraussichtlich bis 2040 brauchen. Bis dahin soll eine recht pragmatische Lösung für Besserung sorgen.
In Wien abgeguckt
„Wir haben uns das System in Wien abgeschaut“, sagt Anemüller. Die Wiener Linien sind in vielen Ansätzen Vorbild für die KVB. Nun auch bei der Belüftung. Die klappbaren Fächer werden auf den oberen aufklappbaren Teil der Bahnfenster gesetzt. Die können zwar auch jetzt schon nach innen geöffnet werden. „Wir haben aber das Problem, dass bei der Fahrt der Wind an den Fenstern vorbeistreicht, und so zu wenig davon ins Innere der Wagen gelangt“, so der Sprecher. Die „Kiemen“ stellen sich in den Fahrtwind und schaufeln hingegen die frische Luft regelrecht in die Bahn.
Für eine abschließende Bewertung ist es noch zu früh. „Wir testen das System erst seit kurzer Zeit“, sagt Anemüller. Aber die ersten Reaktionen der Fahrgäste seien positiv. (ngo)


