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Bilanz vom SonntagWelche Auswirkungen der Sturm in Köln hatte

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Am Hauptbahnhof waren am Abend Hunderte Passagiere gestrandet.

Köln – Die Fahrt zur Freundin nach Koblenz ist gerettet. Der junge Bahnkunde hat zusammen mit drei anderen einen Taxischein ergattert. Minütlich bildeten sich am Sonntag am Abend Fahrgemeinschaften am Kölner Hauptbahnhof. Für zahlreiche Passagiere war in Köln Endstation als am späten Nachmittag der Bahnverkehr eingestellt wurde. Wenn es mit dem Taxi zu weit war, gab es einen Hotelgutschein. Auch am heutigen Montag steht das öffentliche Leben in Köln im Zeichen des Sturmtiefs. Am späten Sonntagabend hieß es, dass die Züge und S-Bahnen noch bis zum Vormittag stillstehen.

Die Bahn stellte für sie Aufenthaltszüge bereit.

Alle 260 städtischen Schulen und die 226 städtischen Kindertagesstätten bleiben am heutigen Montag ganztätig geschlossen. Auch Schuleingangsuntersuchungen, die für heute geplant waren, finden nicht statt. Den Eltern wird ein Ersatztermin mitgeteilt. Kitas in freier Trägerschaft sollen laut Empfehlung der Stadt heute geschlossen bleiben.

KVB

Die Kölner Verkehrsbetriebe richteten schon Samstagnacht eine „Sturmbereitschaft“ ein. Sie ist bis Montag, 22 Uhr, aktiviert. Die Leitstelle ist in engem Kontakt mit dem Bereich Fahrweg. Drei Schichten mit je zwölf bis 20 Gleisbaumitarbeitern stehen bereit. „Sie räumen auf Gleisen liegende Bäume, umgewehte Geländer oder Bauzäune weg“, so eine Sprecherin. Fahrleitungstrupps mit drei bis fünf Mitarbeitern reparieren beschädigte Fahrleitungen.

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In Bereitschaft zudem: zwei externe Firmen, die Baumfällarbeiten durchführen und über speziell ausgebildete Kletterer verfügen. Sie können mit fünf bis zehn Personen im Einsatz sein. Zusätzlich im Dienst ist ein Ingenieur. „Die KVB wird alle Anstrengungen unternehmen, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Ist dies nicht mehr möglich, muss der Betrieb unter Umständen zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern vorübergehend oder auf Teilstrecken eingestellt werden“, teilt die KVB mit.

Die aktuelle Lage online und über und die Social-Media-Kanäle.

www.kvb.koeln

SPORTPLÄTZE UND -HALLEN

Wie schon am Sonntag, werden den ganzen Montag über die städtischen Sporthallen geschlossen bleiben. Die Außen-Sportanlagen sind ebenfalls ganztägig gesperrt.

VERANSTALTUNGEN

Im Laufe des Sonntags wurden immer mehr Veranstaltungen als Vorsichtsmaßnahme abgesagt. In der Lanxess-Arena sollte ein abendliches Sinatra-Musical wie geplant stattfinden.

GRÜNFLÄCHEN

Die Stadt bittet darum, Waldgebiete, Parks, Friedhöfe und Alleen zu meiden. Umstürzende Bäume oder Äste können gefährlich werden.

DOM

Die Dombauhütte sperrt ab Windstärke 9 (über 76 km/h) den Domvorplatz ab. Dies war ab etwa 20 Uhr der Fall. Die Abendgottesdienste am Sonntag fanden statt, zogen aber nur wenige Besucher an. Voraussichtlich kann die 8-Uhr-Messe am heutigen Montag trotz Absperrungen stattfinden. „Der Einlass zu dieser Messe, die im Radio deutschlandweit übertragen wird, wird dann an der Sakristei sein, nicht unter den Türmen“, sagte Sprecher Markus Fädrich. Die beiden ersten Tagesmessen dürften nicht stattfinden. Aktuelles zur Öffnung und zur Wetterstation auf dem Dom gibt es online.

www.koelner-dom.de

ZOO

Tierparks haben schon am Sonntag geschlossen. Für die Tiere gehen sie auf Nummer Sicher. „Wir haben alles weggesperrt, was man kann. Vor allem aus den Gehegen, in die vielleicht ein Baum hineinfallen könnte“, sagte Zoo-Chef Theo Pagel, als am Sonntag gegen 15.30 Uhr alles erledigt war. „Also fast alles. Wir haben nicht alle Enten eingefangen, weil die ja einem Ast vielleicht ausweichen könnten.“ Der Montag wird mit einer Inspektionsrunde samt Baumkurator beginnen. Erst nach dieser Runde will Pagel entscheiden, ob Mitarbeiter zur Arbeit kommen und Besucher eingelassen werden.

Auch der Zoo blieb geschlossen.

AWB

Es entscheidet sich erst am Morgen, ob Müll abgeholt wird. Die AWB bittet darum, Tonnen erst kurzfristig und bei starkem Sturm gar nicht rauszustellen.

FEUERWEHR

Die Feuerwehr bittet, den Notruf 112 nur für wirkliche Notrufe zu verwenden. Sie rät: „Sollten es in Ausnahmefällen zu Wartezeiten kommen, wählen Sie in kritischen Notfällen parallel den Notruf der Polizei unter 110.“