Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst besuchen zurzeit die Olympischen Spiele in Mailand. Das Land hat seine Prämien für Olympia-Teilnehmer kräftig erhöht.
Höhere PrämienNRW stockt Förderung für Olympia-Teilnehmer auf

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (l.) und der Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester (r.) verfolgen in Mailand das Spiel der deutschen Eishockey-Damen gegen Italien.
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Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) ist am Dienstag gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zu den Olympischen Winterspielen nach Mailand und Cortina d'Ampezzo gereist. Sie besuchten das Vorrundenspiel des deutschen Damen-Eishockey-Teams gegen Italien und einen Empfang des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB). Heute stehen Treffen mit deutschen Athleten auf dem Programm.
Die Athleten hätten sich „mit viel persönlichem Einsatz und Disziplin seit vielen Monaten auf diese Spiele vorbereitet“, sagte Wüst. „Umso wichtiger ist es, sie persönlich vor Ort zu unterstützen und ihre Leistung zu würdigen. Wir alle können uns auf spektakuläre Leistungen, echte Begeisterung und faire Wettkämpfe freuen.“
Signal für die Olympia-Bewerbung von „Köln Rhein Ruhr“
Burmester, der auf der Tribüne beim Eishockeyspiel ein Krätzche trug, also eine karnevalistische Kopfbedeckung, erklärte: „Ich drücke unseren Athletinnen und Athleten, insbesondere den Kölnerinnen und Kölnern unter ihnen, fest die Daumen. Olympische Spiele sind für viele das größte Ereignis ihrer Karriere. Sie sind zugleich Vorbilder für alle Kinder und Jugendlichen, die von Olympia träumen. Daher ist es mir ein besonderes Anliegen, sie gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten in Italien zu besuchen. Ich hoffe auf viele Medaillen für Team Deutschland.“
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Vor seinem OB-Wahlkampf hatte Burmester bis Ende 2024 als Vorstandsvorsitzender des DOSB die Geschäfte von Deutschlands größtem Sport-Dachverband geführt. Davor war er Generalsekretär des Deutschen Behindertensportverbands DBS. Seine Reise an der Seite des Ministerpräsidenten nach Italien ist auch als Signal in Bezug auf die Olympia-Bewerbung der Region „Köln Rhein Ruhr“ für Olympische und Paralympische Sommerspiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 zu verstehen. Wüst und Burmester hatten am 19. Januar in Köln gemeinsam den Startschuss für die Bewerbungskampagne des Landes gegeben.
Wie berichtet, findet zu Olympia am 19. April per Briefwahl ein Bürgerentscheid in 17 beteiligten NRW-Kommunen statt. In Köln, das die Olympia-Bewerbung als „Leading City“ anführen soll, sind 817.000 Einwohner ab 16 Jahren stimmberechtigt. Die Unterlagen werden Mitte März versandt – inklusive Stellungnahmen des OB und der Ratsfraktionen.
NRW verdoppelt Prämien für Olympiamedaillen-Gewinner
Die Linke im Kölner Stadtrat, die eine Olympia-Bewerbung ablehnt, hat Anfragen an die Stadt Köln gestellt. Sie will etwa wissen, welche zusätzlichen Infrastrukturprojekte, Investitionen in Sportstätten und Sicherheitsmaßnahmen für die Durchführung der Spiele erforderlich sind und was die laufende Instandhaltung kosten wird.
Im Vorfeld der Olympia-Bewerbung stockt Nordrhein-Westfalen seine Förderung für Olympioniken auf und führt eine eigene Medaillenprämie ein. Für die Teilnahme erhalten Sportler aus NRW ab sofort 5000 statt 3500 Euro. Medaillengewinner bei Olympischen und Paralympischen Spielen erhalten bisher eine Zahlung der Stiftung Deutsche Sporthilfe in Höhe von 30.000 Euro für Gold, 20.000 Euro für Silber und 10.000 Euro für Bronze. Diese Prämien wird das Land NRW ab den Winterspielen 2026 verdoppeln, kündigte die Staatskanzlei an.
„Wir investieren jetzt noch stärker in unseren Spitzensport und zwar ohne Wenn und Aber für Olympia und Paralympics gleichermaßen“, sagte Wüst. Wer für NRW an den Start gehe, bekomme „volle Wertschätzung, Förderung und Anerkennung“.

