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Farbenfroh und kreativDie Schull- un Veedelszöch ziehen durch die Stadt

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Schull- und Veedelszöch

Bunt verkleidet zeigten sich die Schülerinnen und Schüler.

Um 11.11 Uhr sind sie zum 73. Mal gestartet: die Schull- un Veedelszöch.

Strahlender Sonnenschein und niedrige Temperaturen, nur kurz über dem Gefrierpunkt, haben die Jecken heute Morgen empfangen. Auszumachen scheint es ihnen nichts: Sie haben sich dick eingepackt und ihre Gesichter strahlen.

Seit 11.11 Uhr laufen die Züge, die in diesem Jahr zum 73. Mal stattfinden. Rund 8500 Menschen nehmen teil. Bei den 42 Schulen gehen etwa 4000  Jecke mit. Hinzu kommen rund 500 Musikerinnen und Musiker aus den Schulen. Die 48 Veedelsvereine haben eine Stärke von rund 3000 Teilnehmern. Damit sind die Schull- un Veedelszöch in etwa so groß wie im Vorjahr.

Schull- und Veedelszöch

Ein kleiner Jeck grüßt die Besucher.

Unzählige Stunden Arbeit stecken in den Kostümen, mit denen die kleinen und großen Jecken heute durch die Straßen ziehen. Die Schull- und Veedelszöch sind seit jeher besonders fantasievoll und farbenfroh. Das diesjährige Sessionsmotto „Alaaf mer dun et för Kölle“ hat viele zu kreativen Höhenflügen motiviert. 

Schull- und Veedelszöch

Mit gespitztem Bleistift: eine Schülerin im Zoch.

So gehen die Schülerinnen und Schüler der Katharina-Henoth-Gesamtschule aus Höhenberg als Sandwiches. Damit wollen sie all die Ehrenamtlichen ehren, die täglich morgens um kurz nach 6 Uhr in der Schule Frühstücksbrote schmieren. Kunterbunt dagegen ist die Gruppe aus der Montessori-Grundschule Gilbachstraße. Sie geht unter dem Motto „Die Monsterssoris sin loss!“. Dabei konnte jedes Kind sein eigenes Kostüm individuell gestalten. „Denn jedes Kind ist anders, wild und monsterstark“, begründet die Schule die Motto-Wahl.

Schull- und Veedelszöch

Strüßjer! Die Jecken verteilten großzügig Kamelle un Blömcher.

Vier Neulinge bei den Veedelsgruppen

Bei den Veedelgruppen gibt es in diesem Jahr gleich vier Neulinge. Zum ersten Mal gehen mit: die Kölner Ortsgruppe des Deutschen Alpenvereins, der Marie-Luise-Nikuta-Freundeskreis, der Rugby-Verein und der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds.

Alte Hasen im Zug sind dagegen der Stammdesch die Moondagsträcker, die zum 70. Mal dabei sind, und die Kölner Klutengarde, die ihre 66. Teilnahme feiert.

Mit goldenen Kronen: Schüler der Königin-Luise-Schule.

Jury kürt Preisträger

Auch dieses Jahr wird eine Jury die Veedelsgruppen bewerten und Preise vergeben. Verliehen werden der Originalitätspreis, der Kostümpreis und der Goldene Lappenclown. Im Rosenmontagszug dürfen die ersten Preisträger von Kostüm- und Originalitätspreis mitgehen.

Die Schulen sollen zwar ausdrücklich nicht bewertet werden. Jedoch gibt es seit dem vergangenen Jahr eine besondere Anerkennung für Originalität: die Goldene Nähmaschine.