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„Bach in Space“Mona Asuka fusioniert Musik von Bach mit NASA-Bildern

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Ferne Galaxien, Sternennebel, schwarze Löcher: Zu den hochgestochenen Aufnahmen spielt Mona Asuka große Bach-Klassiker.

Ferne Galaxien, Sternennebel, schwarze Löcher: Zu den hochgestochenen Aufnahmen spielt Mona Asuka große Bach-Klassiker.

Das Konzert findet erstmals in der Kölner Philharmonie statt. 

Johann Sebastian Bach trifft auf die unendlichen Weiten des Universums – beim Konzert „Bach in Space“ spielt die deutsch-japanische Pianistin Mona Asuka live die Kompositionen von Johann Sebastian Bach, während das Publikum auf hochauflösende NASA-Aufnahmen des Weltalls blickt.

„Vieles in unserer Welt lässt sich analysieren und erklären. Und doch gibt es Phänomene, die sich unserem vollständigen Verständnis entziehen“, erklärt Asuka im Gespräch mit der Rundschau. „Das Universum gehört dazu und auf ganz eigene Weise auch die Musik Johann Sebastian Bachs, die sich nie ganz greifen lässt und dennoch tief berührt.“ Es ist genau dieses Unfassbare, das durch die Verbindung von Klang und Bild erfahrbar gemacht werden soll. Im April gastiert „Bach in Space“ zum ersten Mal in der Kölner Philharmonie. Auf dem Programm stehen Bachs große Klassiker wie Auszüge aus dem „Wohltemperierten Klavier“ oder dem „Italienischen Konzert“.

Die Auswahl der Stücke sei das Ergebnis eines längeren Prozesses innerhalb des Teams hinter dem Projekt. Zunächst sei ein großes Repertoire von etwa drei Stunden Musik gesammelt worden, das klanglich zum Thema Weltall gepasst habe. Schritt für Schritt sei dieses Material reduziert und die Dramaturgie so lange verfeinert worden, bis das Zusammenspiel mit den NASA-Projektionen perfekt abgestimmt gewesen sei.

Mona Asuka

Mona Asuka ist bereits seit Kindertagen Pianistin.

Für die Pianistin fühle sich „Bach in Space“ gar nicht so anders an als ein „klassisches“ Konzert. Der Unterschied liege eher in der mentalen Ebene: „Neben dem Spielen selbst erfordert es noch einmal mehr Konzentration und Fokus, weil ich auch auf bestimmte Übergänge oder Bilder in der Projektion achten muss“, erzählt Asuka. Dadurch entstehe „eine Art erweiterte Aufmerksamkeit“. Die Auseinandersetzung mit der Materie habe die Perspektive der Künstlerin auf das Weltall nachhaltig verändert. „Während der Arbeit an dem Projekt habe ich erst realisiert, wie unglaublich farbenreich das Universum eigentlich ist“, erzählt sie. „Ich denke oft daran, wie viel dort passiert, was wir mit unseren bloßen Augen gar nicht sehen können.“

Asuka wünsche sich für ihre Besucher, dass sie ihren Alltag für einige Stunden hinter sich lassen könnten. „Wenn sie das Konzert als einen Moment des Innehaltens erleben, ihre Sorgen kurz vergessen und mit neuen Eindrücken und vielleicht auch ein wenig Staunen nach Hause gehen, wäre das für mich das Schönste.“


Das Konzert „Bach in Space“ findet am Sonntag, 5. April, um 17 Uhr in der Kölner Philharmonie statt. Einlass ist ab 16 Uhr. Tickets sind online erhältlich.