Abo

Doch kein NeubauRolex baut bestehendes Gebäude am Kölner Hauptbahnhof um

3 min
Markant und bekannt: Das Rolex-Gebäude.

Markant und bekannt: Das Rolex-Gebäude.

Der deutsche Hauptsitz des Unternehmens zieht vorübergehend in die Messecity um, bleibt aber der Stadt erhalten. 

Immer wieder hatte es Gerüchte gegeben, Rolex wolle seinen deutschen Hauptsitz möglicherweise in die Landeshauptstadt Düsseldorf verlegen. Nach dem Abnehmen des ikonischen Schriftzuges wies schließlich kaum noch etwas auf einer der nobelsten Adressen im Uhrgeschäft hin – und das unmittelbar neben dem Hauptbahnhof. Doch Rolex wird Köln erhalten bleiben, und im Gegensatz zu den Meldungen noch vom Herbst letzten Jahres auch im selben, zumindest unverkennbaren Haus an der Domprobst-Ketzer-Straße.

Dieses allerdings wird ein neues Gesicht bekommen. Die etwas in die Jahre gekommene Fassade und vor allem die inneren Werte werden runderneuert. Viel lässt sich das Schweizer Unternehmen mit Sitz in Genf nicht in die Karten schauen. Aber doch so viel, dass ein vorübergehender Umzug in die Messecity nach Deutz nötig sein wird. Was nichts anderes heißt, als dass alles komplett auf links gedreht wird.

Erhalten ist nachhaltiger als Abreißen

Warum man vom ursprünglichen Plan eines Neubaus an gleicher Stelle abgekommen ist, erklärt Rolex so: „Ein wichtiger Grund gegen einen Abriss der Immobilie ist unser Engagement für nachhaltiges Handeln. Für uns stellt die Sanierung – sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht – die nachhaltigere Alternative zum Abriss und Neubau dar“, erklärt Unternehmens-Sprecherin Antje Ebert. Man habe in den vergangenen Monaten die Sanierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten intensiv geprüft und stand dabei auch in engem Austausch mit der Stadt und den Nachbarn.

In diesem Fall auch keine Unbekannten, schließlich grenzt die schwarze Außenhaut gefühlt fast unmittelbar an St. Mariä Himmelfahrt an der Marzellenstraße. Die steht natürlich – ebenso wie die beiden schmalen Gebäuderiegel dazwischen – unter Denkmalschutz. Durchaus möglich, dass dessen Auflagen einen Neubau an gleicher Stelle nicht einfacher gemacht hätten.Die Form des Bestandsbaus von 1976 stammt aus der Feder des Architekten Joachim Schürmann. Es hat klare gestapelte Etagen auf einem hervorgehobenen Sockelbereich.

Die BB-Bank im Erdgeschoss hatte bereits ihre Kunden informiert, dass aufgrund der Arbeiten die Räumlichkeiten gekündigt wurden. Über eine Rückkehr der Filiale ist noch nichts bekannt. Zu einem Engpass am Hauptbahnhof werden die Arbeiten aber in jedem Fall führen, ob nun Neubau oder Kernsanierung, führen. Vor dem lang gezogenen Gebäude herrscht täglich hoher Betrieb mit zweispurigem Taxistreifen vor dem Bahnhofsvorplatz, außerdem liegt hier der Kurzparker-Parkplatz der Deutschen Bahn.

Rolex Deutschland bleibt der Stadt Köln, unserer Heimat seit über 70 Jahren, weiterhin treu.
Unternehmenssprecherin Rolex

Auch das frühere Sozialgericht an den Dominikanern wird in absehbarer Zeit umgebaut, sobald der neue Nutzer feststeht. Auch hier würden Bauarbeiten den Verkehr zusätzlich einschränken. Ganz klar äußert sich die Sprecherin von Rolex noch einmal zum Standort Köln: „Rolex Deutschland bleibt der Stadt Köln, unserer Heimat seit über 70 Jahren, weiterhin treu.“ Ab Mitte Mai soll der Umzug nach Deutz beginnen.