Das Leitbild für die Bespielung von Plätzen wie dem Neumarkt oder dem Roncalliplatz sollten schon 2025 fertig werden.
NachgehaktRegeln für zentrale Plätze der Kölner Innenstadt lassen weiter auf sich warten

Die Weinwoche macht auch in diesem Jahr auf dem Kölner Neumarkt Halt.
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Eigentlich wollte die Stadt bis Anfang 2025 Regeln für Veranstaltungen auf den zentralen Plätzen der Kölner Innenstadt erarbeiten. Das Leitbild soll künftig festlegen, was für Veranstaltungen auf Plätzen wie auf dem Neumarkt, dem Heumarkt, dem Rudolfplatz oder dem Roncalliplatz am Dom stattfinden dürfen und wie häufig die Plätze bespielt werden dürfen. Die Nutzung der Innenstadtplätze ist begehrt, doch auch Anwohner und Gewerbetreibende vor Ort haben Interessen, die aus Sicht der Stadt geschützt gehören. Das Leitbild soll die verschiedenen Interessen „in einen angemessenen Ausgleich“ bringen. Die damalige Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hatte angekündigt, der Stadt wieder mehr Platz „zum Atmen geben“ zu wollen.
Bereits vor genau einem Jahr hakte diese Zeitung bei der Stadt nach und fragte nach dem Stand. Im Juni 2025 befand sich das Leitbild noch immer in der Konzeptionsphase. Verfahren um den Brüsseler Platz, die Deutzer Volksfeste oder der Weihnachtsmarkt in der Altstadt hatten zu neuen Erkenntnissen über die Zulassung von Veranstaltungen geführt, die in das Leitbild einfließen sollten.
Leitbild befindet sich in verwaltungsinterner Abstimmungsphase
Und jetzt, wieder ein Jahr später? Gibt es immer noch kein fertiges Leitbild. Auf Anfrage bei der Stadt heißt es: „Die Verwaltung arbeitet weiterhin an der Entwicklung eines Veranstaltungsleitbilds für Köln.“ Der Prozess befinde sich mittlerweile nicht mehr in der Konzeptionsphase, sondern in einer „vertieften fachlichen und verwaltungsinternen Abstimmungsphase“. Einen konkreten Zeitpunkt für die Finalisierung gebe es weiterhin nicht. Die Stadt teilt mit: „Aufgrund der Komplexität des Themas und der Vielzahl beteiligter Akteurinnen und Akteure erfolgt die Bearbeitung weiterhin schrittweise. Die Verwaltung geht derzeit davon aus, dass die weitere Bearbeitung des Leitbildprozesses auch im Jahr 2027 erfolgen wird.“ In die weiteren Überlegungen fließen laut Stadt neben Erkenntnissen aus Genehmigungen und Nutzungskonflikten auch „Fragen des Immissionsschutzes sowie aktuelle rechtliche Entwicklungen“ ein.
Schon 2024 hatte die Stadt mitgeteilt, dass auch ein Bürgerrat über die neuen Regeln beraten solle. Beteiligungsformate würden weiterhin geprüft, heißt aktuell. Ein Bürgerrat sei aber bislang nicht durchgeführt worden.
Das neue Leitbild soll, wenn es fertig ist, das „Vergabekonzept auf zentralen Plätzen der Kölner Innenstadt“ ablösen. Im Vergabekonzept ist festgehalten, wie viele Veranstaltungs-, Auf- und Abbautage auf den jeweiligen Plätzen erlaubt sind. Derzeit können Veranstalter mit ihren Konzepten an die Stadt herantreten, künftig könnte die Stadt ausschreiben, welche Art von Veranstaltung sie auf ihren Plätzen haben möchte. Interessenten können sich dann auf die Ausschreibungen bewerben.
