Abo

FC-Derby in KölnPolizei erwartet 1000 gewaltbereite Vereinsanhänger

2 min
Die KVB-Haltestelle am Müngersdorfer Stadion.

Die KVB-Haltestelle am Müngersdorfer Stadion.

Rheinisches Derby gegen Borussia Mönchengladbach findet parallel mit der „Arsch Huh“-Demo auf den Ringen statt.

Für die Polizei wird der Samstag zum Großeinsatztag: Mit mehr als 1400 Polizistinnen und Polizisten wird sie beim rheinischen Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach im Einsatz sein. Vor allem Kräfte der Bereitschaftspolizei sollen rund um das Stadion, auf den Reisewegen sowie an bekannten Treffpunkten verstärkt präsent sein, um ein Aufeinandertreffen rivalisierender Vereinsanhänger frühzeitig zu verhindern.

Oberste Priorität: habe die Sicherheit und der Schutz aller Fußballfans, sagt der Leitende Polizeidirektor Martin Lotz, der ein konsequentes Vorgehen gegen Gewalttäter ankündigte: „Das Rheinderby lebt von Leidenschaft und Emotionen — doch diese gehören ins Stadion und auf die Tribünen. Wer die Sicherheit anderer gefährdet oder Straftaten begeht, muss mit einem konsequenten polizeilichen Einschreiten rechnen.“ Das Hinspiel in Mönchengladbach musste im November zeitweise unterbrochen werden, weil Kölner Fans im Gästeblock massiv Pyrotechnik zündeten. Gladbach-Anhänger beschädigten unter anderem einen Reisebus mit FC-Fans. 15 Strafanzeigen gab es laut Polizei bei dem Spiel, das Borussia Mönchengladbach für sich entscheiden konnte.

Polizei erwartet jeweils etwa 500 gewaltbereite Störer aus Köln und Mönchengladbach

Die Polizei erwartet jeweils etwa 500 gewaltbereite Störer aus Köln und Mönchengladbach. Im Vorfeld des Risikospiels habe man bereits gegen 20 Personen aus den Ultraszenen beider Vereine Aufenthalts- und Bereichsbetretungsverbote ausgesprochen, teilt die Kölner Polizei mit. Am Bahnhof Ehrenfeld werden vor dem Spiel mit Anpfiff um 15.30 Uhr zwei Sonderzüge mit Gladbacher Fans erwartet.

Fans und Anwohnende müssen mit Verkehrsstörungen rund um das Stadion sowie mit Straßensperrungen im Stadtgebiet rechnen. Auch weil auf den Ringen eine große Demonstration und eine Kundgebung für Demokratie und gegen Rassismus stattfindet: Rund 10.000 Menschen werden zu der Veranstaltung von „Köln stellt sich quer“ und „Arsch Huh“ erwartet. Nach einer Auftaktkundgebung auf dem Sudermanplatz um 13 Uhr führt der Demonstrationszug über die innerstädtischen Ringe bis zum Hohenzollernring. Dort soll die Versammlung gegen 18 Uhr beendet werden, teilt die Polizei mit.

Eigentlich sollten sich durch die auseinanderliegenden Orte die Teilnehmenden der Demo und die Fußballfans nicht in die Quere kommen, sagte ein Polizeisprecher. Nach dem Spiel könne es jedoch bei der Abreise über den Rudolfplatz mit der KVB-Linie 1 voll werden.