Köln – Blitze zuckten, Donner rollte Samstagabend über den Himmel von Köln. Nach Mitternacht setzte der Starkregen ein und bei der Feuerwehr häuften sich ab ein Uhr die Notrufe. Bis zum Sonntagnachmittag wurden 319 witterungsbedingte Einsätze gemeldet. „Wasserschäden, die aufgrund von Kanalrückstau verursacht wurden, aber keine Personenschäden“, erklärte ein Feuerwehrsprecher – größtenteils sind die Keller vollgelaufen.
Auch die KVB hat das Unwetter getroffen. Die Haltestelle Geldernstraße wurde überflutet. Die Gleisanlage liegt in einer Senke, die Wassermenge konnte nicht mehr über die Kanalisation abfließen. So war die KVB mithilfe des Technischen Hilfswerks bis Sonntagnachmittag damit beschäftigt, das Wasser aus der Haltestelle herauszupumpen. Danach müsse die Technik überprüft werden, erklärte Stephan Anemüller von den KVB.
Linie 13 fuhr nur unregelmäßig
Die Linie 13 fuhr am Sonntag bis 16 Uhr nur bis zur Nußbaumerstraße beziehungsweise bis zur Slabystraße. Das Zwischenstück wurde mit Ersatzbussen überbrückt. In der Nacht kam es außerdem zu einer Überflutung der S-Bahn-Haltestelle an der Longericher Straße, diese konnte aber bald wieder freigegeben werden. Bis in den frühen Morgen waren neben den Einheiten der Berufsfeuerwehr auch die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz, auch am Sonntag kam es noch zu weiteren Einsätzen im Stadtgebiet.
Das könnte Sie auch interessieren:
Für die Polizei sorgte der Starkregen dagegen für weniger Einsätze als befürchtet. Ein Sprecher beschrieb die Situation im Rahmen der EM-Übertragungen als „relativ überschaubar“. An Stellen wie dem Aachener Weiher gilt nach wie vor ein Alkoholverbot, nachdem es zu Tumulten und Feiern auf den Wiesen gekommen war. Ordnungsamt und Polizei zeigten „erhöhte Präsenz“ – Samstagnacht war das wegen des Unwetters allerdings nicht nötig.



