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Neuer Schaden entdecktStadt Köln sperrt Mülheimer Brücke überraschend für Autos

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Die Mülheimer Brücke in Köln.

Die Mülheimer Brücke darf mit Autos ab sofort nur noch in Richtung Niehl befahren werden.

Völlig überraschend hat die Stadt Köln am Freitagabend die Mülheimer Brücke in Fahrtrichtung Mülheim für den Kfz-Verkehr gesperrt.

Es ist die nächste faustdicke Überraschung in der chaotischen Sanierungsgeschichte der Mülheimer Brücke: Am Freitagabend teilte die Stadt Köln mit, dass das Bauwerk mit sofortiger Wirkung in Fahrtrichtung Mülheim für den Kfz-Verkehr gesperrt werden muss. Grund sind bisher nicht bekannte Schäden, die erst jetzt entdeckt wurden - acht Jahre nach Beginn der Sanierung, die eigentlich bald abgeschlossen sein sollte.

Nach Angaben der Stadt von 19.45 Uhr wurde an der Mülheimer Brücke „im Zuge einer planmäßigen Kontrolle im Bereich der Bestandskonstruktion der rechtsrheinischen Rampe auf Höhe der Formesstraße ein Schaden festgestellt, der Auswirkungen auf die Lastverteilung haben kann“. Der Befund war so alarmierend, dass die Stadt umgehend einschneidende Konsequenzen zog.

„Aus Gründen der Verkehrssicherheit muss die Mülheimer Brücke in Fahrtrichtung Mülheim für den Kfz-Verkehr noch heute Abend (13. März 2026) gesperrt werden, bis an dieser Stelle eine zusätzliche Abstützung eingebaut und die vollumfängliche Lastabtragung gewährleistet werden kann“, teilte das Verkehrsdezernat mit. Die Sperrung werde voraussichtlich bis Ende kommender Woche erforderlich sein, also mindestens bis Freitag, 20. März, möglicherweise aber auch bis Sonntag, 22. März. 

In Fahrtrichtung Niehl bleibt die Mülheimer Brücke für Autos befahrbar. Auch Stadtbahnen der KVB dürfen die Brücke weiterhin passieren. Fuß- und Radverkehr sind von der Sperrung ebenfalls nicht betroffen.

Die Mülheimer Brücke wird seit 2018 generalsaniert. In den Jahren 2024 und 2025 war sie wegen Bauarbeiten 17 Monate lang für den Kfz-Verkehr gesperrt. Nach wiederholten Verzögerungen im Bauablauf soll sie nun bis Ende März 2028 fertiggestellt werden. Die Kosten sind auf rund 500 Millionen Euro explodiert.