Nach einem verheerenden Brand bangt der Kölner Zirkus Monroe um seine Existenz und bittet die Öffentlichkeit um Hilfe.
Nach verheerendem BrandVerzweifelter Hilferuf von Kölner Zirkus-Familie

In der Nacht zu Samstag (23. Mai 2026) brannte die Zugmaschine des „Circus Monroe“ in Köln licherloh.
Copyright: Marcus Krämer
Eine Feuernacht hat alles verändert. Von jetzt auf gleich kämpft die Kölner Zirkus-Familie Monroe um ihre Existenz. Nach dem Verlust wichtiger Fahrzeuge wendet sich die Familie nun mit einer Bitte an die Öffentlichkeit.
Ein schwerer Schicksalsschlag traf die Familie des „Circus Charles Monroe“. Sie erlebten ein verheerendes Feuer, bei dem mehrere ihrer Fahrzeuge erheblichen Schaden nahmen. Die für den Transport unentbehrliche Zugmaschine wurde dabei vollständig zerstört, wie Juniorchef Marco Krämer gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ schilderte.
Katastrophe bei Circus Monroe: Spendenaufruf gestartet
Über das soziale Netzwerk Facebook wurde von der Familie deshalb ein dringender Appell gestartet. Dort heißt es: „Unsere Existenz wurde innerhalb weniger Minuten zerstört“, gefolgt von der Bitte: „Wir brauchen eure Hilfe!“
„Nach dem Brand haben uns unzählige Menschen gefragt, wie sie uns unterstützen können“, äußert sich die Familie voller Dankbarkeit. Aus diesem Grund sei nun bei der Online-Plattform Gofundme ein Spendenkonto eingerichtet worden.
Krämer beschreibt den gewaltigen Schaden mit den Worten: „Mit dem Lkw haben wir nicht nur ein Fahrzeug verloren. Auf ihm befanden sich unser Notstromgenerator für unsere komplette Zeltanlage, wichtige Technik sowie sämtliche Werbeplakate für die laufende Saison. Zusätzlich wurden unser Popcornwagen und einer unserer Pack- und Gerätewagen massiv beschädigt.“
Besonders gefährlich sei die Lage gewesen, weil der in Flammen stehende Lastwagen direkt neben dem Wohnwagen der Familie abgestellt gewesensei. „Nur durch schnelles Handeln konnten wir noch einige Wagen aus dem Gefahrenbereich fahren und dadurch noch größeren Schaden verhindern. Die Feuerwehr war schnell vor Ort und verhinderte Schlimmeres“, so die Schilderung von Marco Krämer.
Und weiter: „Wir sind erst mal froh, dass wir körperlich unversehrt geblieben sind. Das war schon richtiger Horror, der hier stattgefunden hat.“
Zirkus bittet auch um Besuch der Vorstellungen
Auf der Gofundme-Seite legt die Familie dar, wie sehr das Ereignis sie emotional und finanziell belastet. „Aktuell wissen wir nicht, wann wir wieder mit unserem Kinderzirkus weiterziehen können. Neben dem Schock stehen wir nun vor enormen Kosten für Reparaturen, Ersatzfahrzeuge und die gesamte Logistik.“ Die Transporte seien insbesondere durch den Ausfall der Zugmaschine kaum noch zu bewältigen.

Die Familie in der Manege des Circus Charles Monroe in Köln vor der Feuerkatastrophe.
Copyright: Marco Krämer
Mit der Sammelaktion hofft die Familie, einen Teil des Schadens auszugleichen und sich eine neue Perspektive zu erarbeiten. Sie stellt jedoch klar, dass Hilfe nicht nur in Form von Geldspenden möglich ist, sondern auch durch den Besuch ihrer Aufführungen. Die kommende Vorstellung ist für Pfingstmontag um 11.00 Uhr angesetzt. Der Standort des Zirkus ist in Köln-Sülz, an der Ecke Berrenrather Straße/Militärringstraße.
„Mit jedem Besuch, jeder Spende, helft ihr uns dabei, weiterzukämpfen“, erklärt die Zirkus-Familie, die sich bereits jetzt für den „unglaublichen Zusammenhalt in dieser schweren Zeit“ erkenntlich zeigt. (red)