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Wohnungsmarkt in NRWWG-Zimmer immer teurer – wie viel Studierende zahlen müssen

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Die Preise für neu angebotene WG-Zimmer sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. (Symbolbild)

Die Preise für neu angebotene WG-Zimmer sind in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. (Symbolbild)

Die Suche nach bezahlbaren WG-Zimmern wird für Studierende in NRW zunehmend zum Wettlauf. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Angebote im Schnitt deutlich höher.

Studieren hat seinen Preis – das merken junge Menschen immer wieder, vor allem wenn es um die Suche nach einem WG-Zimmer geht. Zum Start des Sommersemesters lagen die Mietpreise für ein WG-Zimmer in NRW demnach durchschnittlich bei 485 Euro – und damit rund 6 Prozent höher als im Vorjahr, wie aktuelle Zahlen des Moses Mendelssohn Instituts zeigen. Der Anstieg liegt erneut oberhalb der allgemeinen Inflationsrate.

Im bundesweiten Durchschnitt waren es den Angaben zufolge 512 Euro, ein Plus von knapp vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die BAföG-Wohnkostenpauschale liegt aktuell bei 380 Euro. Die teuersten Städte in Deutschland sind demnach München mit 800 Euro, Berlin mit 650 Euro und Hamburg mit 650 Euro für ein WG-Zimmer.

Spitzenreiter in NRW sind Düsseldorf und Köln

Besonders tief in die Taschen müssen Studierende vor allem in zwei Städten in Nordrhein-Westfalen greifen: In Düsseldorf kostet ein WG-Zimmer im Durchschnitt aktuell 630 Euro, in Köln 620 Euro. Laut der Auswertung sind in Städten wie Bochum, Bielefeld und Siegen auch Mieten unter 400 Euro im Schnitt zu finden. 

Annegret Mülbaier von WG-Gesucht.de, das als Kooperationspartner die Erhebung unterstützt, berichtete: „Wir sehen auf unserer Plattform, dass sich die Nachfrage auf die noch vergleichsweise günstigen WG-Zimmer extrem bündelt. Viele dieser Angebote sind oft schon am selben Tag vergeben – für Studierende wird die Wohnungssuche damit immer mehr zum Wettlauf, bei dem oft nur diejenigen zum Zug kommen, die schnell reagieren und sich direkt bewerben.“ 

Das Team um Brauckmann untersucht seit 2011 die Wohnungsmärkte für Studierende und Auszubildende. In die Analyse wurden bundesweit alle 89 Hochschulstandorte mit mehr als 5000 Studentinnen und Studenten einbezogen. Demnach sind 83,4 Prozent der Studierenden in Städten eingeschrieben, in denen der Durchschnitt über der BAföG-Wohnkostenpauschale liegt. (dpa)