Abo

Ex-US-PräsidentDonald Trump empört mit „Diktator“-Aussage bei Wahlkampfauftritt

Lesezeit 3 Minuten
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Iowa. Die Vorwahlen der Republikaner stehen bald an, Trump gilt derzeit als Favorit für die Kandidatur.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump will seine Macht nutzen, um am ersten Tag einer möglichen Präsidentschaft zahlreiche Entscheidungen von Amtsinhaber Joe Biden rückgängig zu machen. Trump bewirbt sich 2024 zum dritten Mal in Folge für das Amt des US-Präsidenten.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump will bei einem Wahlsieg seine Macht zur Vergeltung gegen politische Gegner nutzen.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump will im Falle eines Siegs bei den Präsidentschaftswahlen 2024 für einen Tag seine Macht für seine politischen Ziele missbrauchen. Trump erklärte bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Iowa, er werde „kein Diktator sein. Abgesehen vom ersten Tag.“

Im Interview mit Sean Hannity, Moderator beim rechtskonservativen Sender „Fox News“, gab Trump zu, seine Macht auch für Vergeltung gegen politische Gegner nutzen zu wollen. Hannity hatte Trump zuvor gefragt: „Versprechen Sie Amerika heute Abend, dass Sie unter keinen Umständen Macht als Vergeltung gegen jemanden missbrauchen würden?“ Trump antwortete: „Ja. Außer am ersten Tag.“

Donald Trump: Empörung über „Diktator“-Aussage bei Wahlkampfauftritt mit „Fox News“

Der ehemalige US-Präsident kündigte an, bei einem Wahlsieg umgehend die Ölbohrungen auf US-Gebiet wieder zu starten und die Grenze zu Mexiko zu schließen. „Wir machen die Grenze dicht und wir bohren, bohren, bohren. Danach bin ich kein Diktator mehr“, sagte Trump bei der Veranstaltung in Davenport. In Iowa starten im Januar 2024 die ersten Vorwahlen der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur.

Alles zum Thema Donald Trump

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt der externen Plattform Twitter, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte der externen Plattform Twitter angezeigt werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Der 77-Jährige hatte bereits zuvor angekündigt, den amtierenden US-Präsidenten Joe Biden strafrechtlich verfolgen zu lassen, sollte er nach einer Amtszeit das Weiße Haus verlassen müssen. Auf Hannitys Frage, ob er seine Macht auch für weitere Ermittlungen und die Strafverfolgung politischer Gegner nutzen werde, antwortete Trump mit einer Gegenfrage: „Du meinst, so wie sie ihre Macht jetzt gerade benutzen?“

„Diktator“-Aussage von Donald Trump – Joe Biden reagiert

Gegen Donald Trump laufen in mehreren Bundesstaaten Prozesse, unter anderem wegen versuchtem Wahlbetrug bei der von ihm verlorenen Präsidentschaftswahl 2020. Trump und seine Anhänger behaupten nach wie vor, dass der 77-Jährige nur aufgrund von Wahlmanipulation nicht mehr im Amt ist. Kritiker in der republikanischen Partei, darunter Trumps ehemaliger Vizepräsident Mike Pence, werden scharf angegangen.

In den sozialen Medien häufte sich die Kritik über Trumps Aussagen bei dem Wahlkampfauftritt, viele Nutzerinnen und Nutzer waren empört über Trumps offene Bekundung, er werde sich wie ein Diktator verhalten. Trumps Unterstützter dagegen befürworteten, die klaren Ansagen des ehemaligen US-Präsidenten.

Donald Trump: Umfragen sehen deutlichen Vorsprung für Ex-Präsidenten

Donald Trump hat uns genau gesagt, was er tun wird, wenn er wiedergewählt wird, und heute Abend sagte er, dass er vom ersten Tag an ein Diktator sein wird. Die Amerikaner sollten ihm glauben“, erklärte Joe Bidens Wahlkampfmanagerin Julie Chavez Rodriguez. Biden selbst nannte Trump bei einer Rede am Samstag „den Zerstörer der amerikanischen Demokratie“.

Trump liegt in nahezu allen Umfragen im Kampf um die republikanische Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr vorne. Härteste Widersacher des ehemaligen US-Präsidenten sind Ron DeSantis, Gouverneur von Florida und die ehemalige UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley. (shh)

Rundschau abonnieren