Um ihre Kampfjets zu schützen, setzt die US-Armee nun auf künstliche Kojoten gegen echte Vögel.
Hightech-VogelscheuchenUS-Militär setzt auf „Roboter-Kojoten“ zum Schutz seiner Kampfjets

Drei vierrädrige unbemannte Bodenfahrzeuge, bestückt mit lebensgroßen Kojotenfiguren aus Plastik, bewachen das Elite-Kampfjet-Demonstrationsteam der Blue Angels der US Navy.
Copyright: Engineer Research and Development Center/Army Corps of Engineers)
Vögel als Sicherheitsrisiko? Für das US-Militär ist das keine kuriose Anekdote, sondern ein handfestes Problem: Kollisionen mit Wildtieren – vor allem mit Vögeln – richten jährlich Schäden in Millionenhöhe an. Immer wieder werden Triebwerke beschädigt, Einsätze gefährdet und ganze Kampfjets unbrauchbar. Jetzt will das Militär zurückschlagen – mit Technik aus dem Tierreich.
Das Forschungszentrum des Army Corps of Engineers (ERDC) testet derzeit auf mehreren US-Militärbasen neuartige Roboterfahrzeuge, die wie fahrende Vogelscheuchen funktionieren. Die sogenannten „Coyote Rovers“ sind vierrädrige Bodenroboter, auf denen täuschend echte Kojoten-Attrappen montiert sind. Ihre Aufgabe: Tiere abschrecken, bevor sie den Flugbetrieb gefährden.
Tierische Täuschung: Künstliche Kojoten sollen US-Kampfjets schützen
Auf einem veröffentlichten Foto der „Army Times“ sieht man die „Roboter-Kojoten“ aufgereiht vor den Kampfjets der berühmten Navy-Flugstaffel „Blue Angels“.
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Die Idee ist nicht neu, aber technisch gereift: Schon früher setzte das Militär lebende Hunde oder Falkner ein, um Tiere von Rollbahnen zu vertreiben. Jetzt sollen autonome Systeme übernehmen. Die Roboter können programmiert werden, bestimmte Bereiche zu meiden oder gezielt zu patrouillieren. Künftig sollen sie sogar erkennen können, um welches Tier es sich handelt – und entsprechend reagieren.
„Sie haben im Grunde dieselbe Funktion wie Drohnen“, erklärt Projektentwickler Shea Hammond gegenüber der „Army Times“. „Nur eben am Boden.“ Geplant sind Updates mit künstlicher Intelligenz, Wetterschutz und automatischen Ladestationen – für Dauereinsätze ohne Personalaufwand.
Testphase läuft, flächendeckender Einsatz denkbar
Zusammen mit seinem Kollegen Jacob Jung arbeitete er fünf Jahre lang an der Entwicklung der sogenannten „Kojoten-Roboter“. Ihr gemeinsames Ziel: gefährliche Kollisionen zwischen Vögeln und Flugzeugen – sogenannte „Bird Strikes“ – zu vermeiden, die dem US-Militär jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe verursachen.
Die „Roboter-Kojoten“ wurden bereits erfolgreich auf Militärflugplätzen in Florida und Tennessee getestet. Der Nutzen: Sie halten nicht nur Tiere fern, sondern senken auch die Kosten. Ob die Technologie landesweit eingeführt wird, hängt nun von weiteren Testreihen und der Finanzierung ab.
Für das Haushaltsjahr 2025 plant die Regierung von Präsident Donald Trump Militärausgaben in Höhe von rund 850 Milliarden US-Dollar – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Für 2026 ist sogar ein Rekordetat von einer Billion Dollar vorgesehen, was einer Erhöhung um etwa 13 Prozent entspricht. (lkr)