München – Am Wochenende wiederholt sich ein bei vielen Deutschen ungeliebtes Ritual: Am Sonntag um 2 Uhr springt die Zeit auf Funkuhren und anderen elektronischen Zeitmessern eine Stunde nach vorn auf 3 Uhr – und damit von der Normal- auf die Sommerzeit.
Gerade in Deutschland halten viele Menschen wenig von den jährlich zwei Zeitumstellungen. In Umfragen meinen regelmäßig rund drei Viertel der Befragten, der alljährliche Wechsel sei überflüssig und gehöre abgeschafft.
Tatsächlich wird in der EU seit langem über ein Ende der Zeitumstellung diskutiert. Konkret plante die Europäische Union dies ab 2018, die EU-Kommission legte einen entsprechenden Gesetzentwurf vor. Das Europäische Parlament stimmte sogar zu, verschob aber das für 2019 geplante Ende der Zeitumstellung auf 2021. Doch tatsächlich zogen die Mitgliedsstaaten nicht mit.
Das könnte Sie auch interessieren:
Das Kernproblem der EU-Diskussion ist eine Uneinigkeit, welche Zeit sich denn überhaupt durchsetzen soll – die sogenannte Normalzeit oder die Sommerzeit. Ein Flickenteppich mit mehreren Zeitzonen soll vermieden werden, manche EU-Staaten sind grundsätzlich gegen das Ende der Zeitumstellung. (afp)


