Köln – Mit einer Baumallee würden sie die Ringe säumen, und das Grün auf der Platzmitte der Ordnung halber ganz kurz halten.
Weil Speer die Stadtbahn in seinen Plänen weiterhin über den Platz fahren lässt und nicht unter die Erde verlegt, regt sich Kritik: „Wir hatten einen größeren Wurf erwartet“, sagte der IHK-Geschäftsführer für Verkehr und Stadtplanung, Ulrich Soénius. „Dieser Plan löst nicht die Verkehrsprobleme. Wir hatten auf eine echte Vision gehofft, auf eine Verlängerung der InnenstadtU-Bahn von der Poststraße bis zum Eifelwall und der Ringe-U-Bahn vom Zülpicher Platz bis zum Chlodwigplatz.“
Baudezernent Bernd Streitberger gefallen Speers Pläne, „weil der Platz dann aufgeräumt ist, obwohl er für Autofahrer nicht mehr so komfortabel zu passieren wäre.“ Er befasst sich auch mit einer Verlängerung des Innenstadttunnels bis in die Luxemburger Straße hinein. „Ein Tunnel hätte jedoch zur Folge, dass auf dem Platz Zugänge zu den Bahnsteigen untergebracht werden müssten. Er wäre zudem sicher erst einige Jahre später als eine oberirdische Lösung zu haben.“ Eine Entscheidung für oder gegen einen Tunnel sei noch nicht gefallen. „Wir haben ja gerade erst mit der Planung angefangen.“ Die Verwaltung werde im Laufe des Jahres die Alternativen untersuchen - auch auf Kosten und Bauzeiten hin.
„Ein großer Schritt nach vorne“ wäre ein Tunnel aus Sicht der KVB. „Uns wäre es am liebsten, wenn wir den Stadtbahnverkehr dort komplett unterirdisch abwickeln könnten, dann würde uns kein anderer Verkehr stören“, sagte KVB-Sprecher Joachim Berger. „Man kann an der Nussbaumer Straße sehen, was das bringt. Der Anblick ist zwar eine Sünde, aber es gibt dort so gut wie nie Behinderungen.“
Im Masterplan ist der Barbarossaplatz „Leitprojekt“. Speer und seine Planer sehen „keine Notwendigkeit“, in diesem „grundsätzlich verkehrlich bestimmten Stadtraum“ eine „teure Tieferlegung der Stadtbahn“ vorzusehen. Speer geht es in erster Linie um die Gestaltung des Platzes, wie er nach dem Krieg angelegt worden war. Ein Testentwurf zeige, dass sich die Bahn in den Platzraum integrieren lasse.