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„Mr. Persil“ hat viel für Unkel getan

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UNKEL. Was haben die Henkel-Werke in Düsseldorf, was hat „Persil" mit der kleinen Rheinstadt Unkel zu tun? Oft ist vom „Henkel-Park" die Rede. So auch jetzt wieder: Dort soll vom 6. bis 28. Mai eine beachtenswerte Veranstaltung mit professionellen Kunsthandwerkern unter dem Leitsatz „Grenzgänge - RLP trifft NRW" stattfinden (die Rundschau berichtete).

Auf einem der Stadt Unkel gestifteten Gelände befindet sich der für jedermann zugängige „Henkel-Park". Doch auf der gegenüber, rheinseitig gelegenen Fläche befindet sich - nach wie vor im Privatbesitz - der eigentliche, ursprüngliche „Henkel-Park". Und hier stand einst die prächtige „Villa Henkel", Landsitz des Düsseldorfer Industriellen Fritz Henkel (1875 bis 1930) und dessen Frau Elisabeth.

Henkel erwarb das weiträumige Gelände einst von Elisabeth von Werner, geb. Neven DuMont. Im Jahre 1903 hatte sie im Park die Villa, die sie später an Fritz Henkel verkaufte, errichten lassen. Henkel, inzwischen sehr erfolgreicher Geschäftsmann und führender Waschmittelhersteller (Persil), baute die Villa 1927 um. Im Krieg diente es zunächst den Besatzungstruppen, danach wurde es Gästehaus der Regierung, Ausstellungsgebäude und schließlich Hotel.

„Da sich auf Dauer keine geeignete Verwendung für die Villa fand und die Stadt sich die Gelegenheit des Erwerbs dieses einmaligen Hauses entgehen ließ, wurde es 1960 abgebrochen und durch einen modernen Bungalow ersetzt", so der frühere Stadtarchivar Franz-Hermann Kemp im von ihm aufgelegten „Alt Unkeler Bilderbuch". Wenigstens das einstige „Gesindehaus", das „Palmenhaus", die werkseigene Gärtnerei mit Wohnhaus, einige Brunnen und anderes sind erhalten geblieben.

Ab 1915 half Fritz Henkel dem kleinen Städtchen, wo immer er konnte. So kaufte er der Freiwilligen Feuerwehr, die sich damals noch mit einer Handdruckpumpe behelfen musste, eine Motorpumpe und bald danach auch noch ein Feuerwehrfahrzeug. Und da es in Unkel auch keinen Sportplatz gab, schenkte er dem Sportverein einen nach ihm benannten Fußballplatz. Heute befindet sich an dem einstigen Standort das Freibad. Am 1. April 1930 starb Fritz Henkel, der 1928 zum Ehrendoktor der Staatswissenschaft der Universität Köln ernannt worden war.

Stadt ernannte ihn zum Ehrenbürger

Die Stadt ernannte Fritz Henkel in Anerkennung und Würdigung seiner Wohltätigkeit am 11. Juni 1928 zum zweiten Ehrenbürger Unkels und widmete ihm die „Fritz-Henkel-Straße", die heute zwischen dem offenen und privaten „Henkel-Park" verläuft. Heute erinnern nur noch die Parks, die Straße und natürlich der nach wie vor bekannte Name „Persil" an Fritz Henkel. Vielleicht verleihen die Kunsthandwerker dem Namen Fritz Henkel durch ihre Veranstaltungen in Unkel zu neuem Glanz.