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Spielwarengeschäft ist ausgebrannt

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FRECHEN.

Mit zitternden Händen greift Marianne Carrié im Hotel Durst zur Kaffeetasse. „Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll“, erklärt die Geschäftsfrau. „Über 40 Jahre Arbeit sind vernichtet.“ Währenddessen steht ihr Mann wenige Meter weiter vor seinem in der Nacht zum Mittwoch ausgebrannten Spielwarengeschäft auf der Frechener Hauptstraße. Er verfolgt die Arbeit der Brandermittler der Kriminalpolizei in seinem Laden. „Das war bestimmt ein Schwelbrand“ spekuliert er, als ihn Passanten nach der Ursache befragen. Wenig später dreht er sich wortlos um und fährt nach Hause. Er muss alle Lieferanten anrufen, damit vorerst keine weiteren Lieferungen mehr in das Vedes-Fachgeschäft kommen. Gottlob konnte er die entsprechenden Geschäftsunterlagen in der Nacht aus dem Büro sicherstellen.

Gegen 22.09 Uhr kam am Dienstag der Alarm für die Frechener Feuerwehr. Ein Hausbewohner hatte den dichten Qualm vor seinem Fenster hochziehen sehen und zum Telefon gegriffen. Dann verließ er mit seiner Frau das bereits verqualmte Wohn- und Geschäftshaus, in dem sie glücklicherweise derzeit die einzigen Bewohner sind.

Ausbreitung des Brandes verhindert

Dichter Rauch quoll beim Eintreffen der ersten Hilfskräfte aus dem Spielwarengeschäft. Der Einsatzleiter, Brandrat Harald Band,ließ neben den Kräften der Hauptwache auch die Löschzüge Frechen und Habbelrath ausrücken. Zur Unterstützung wurde der Atemschutzcontainer angefordert sowie Kräfte des Löschzuges Hürth-Gleuel.

Drei mit Atemschutz ausgestattete Trupps durchsuchten die Wohnungen und begannen mit der Brandbekämpfung. „Das Feuer hat sich in Windeseile über die Deckenkonstruktion ausgebreitet“, so Harald Band. Das schwere Eisengitter, das den Haupteingang und die Schaufenster des Geschäftes schützt, konnte durch den Mitarbeiter, der selbst im obersten Stockwerk des Hauses wohnt, für die Feuerwehr geöffnet werden. „Sonst hätten wir mit einem Schneidgerät arbeiten müssen“, so Band. Damit die Feuerwehr ungestört löschen konnte, wurde der Bahnverkehr der Linie 7 ab Haltestelle Kirche eingestellt, KVB-Mitarbeiter stellten den Strom an der Einsatzstelle ab.

Eine Brandausbreitung auf das Lager und den gesamten Gebäudekomplex konnte die Feuerwehr verhindern. Gegen 1.15 Uhr rückte die Wehr ab.

Vor allem im vorderen Teil des Geschäftes wurden die ausgestellten und in den Regalen lagernden Spiele ein Raub der Flammen. In den Pappkartons und Verpackungen sowie dem Plastikmaterial fand der Brand reichlich Nahrung. Und was nicht zerstört wurde, ist durch dicken schwarzen Rauch unverkäuflich geworden. „Das ist ein Totalschaden“, trauert Marianne Carrie ihrem zerstörten Lebenswerk nach. „Gott sei Dank sind aber keine Menschen zu Schaden gekommen.“