Keine FörderungUmgestaltung des Kirchplatzes in Königswinter-Oberpleis liegt auf Eis

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Über die Umgestaltung des Kirchvorplatzes und der Siegburger Straße wird schon lange gesprochen.

Königswinter – Aus dem Jahr 2016 stammt das Integrierte Handlungskonzept für die Ortsmitte von Oberpleis, das diverse Ziele für das Oberzentrum der Königswinterer Bergregion formuliert hat. Die betrafen Handel und Gewerbe oder auch Verkehr, vor allem aber städtebauliche Verbesserungen. Dass allerdings mit dem Konzept beziehungsweise dessen Umsetzung nicht der eine große Wurf verbunden ist, hat jüngst einmal mehr die Sitzung des Ausschusses für Planung und Klimaschutz deutlich gemacht.

Aufwertung mit Wasserspiel und Pergola

Beispiel Kirchvorplatz: Dessen Aufwertung durch Wasserspiel, Pergola, Sitzgelegenheiten und eine Pflasterung des Platzes sowie der Siegburger Straße liegt vorerst weiter auf Eis. „Derzeit herrscht Stillstand“, sagte Königswinters Technischer Dezernent Theo Krämer. Der Versuch, die Umsetzung der Pläne über einen Wettbewerb gefördert zu bekommen, war nicht von Erfolg gekrönt, so Stadtplanerin Cornelia Gamm.

Und Gelder aus der Städtebauförderung stelle die Bezirksregierung zurzeit überhaupt nicht in Aussicht, solange Fördermittel für die Altstadt fließen. Die Konsequenz: Das Projekt muss sich einreihen in eine Liste des zuständigen Geschäftsbereichs und wird entsprechend der städtischen Personalkapazitäten bearbeitet. Und die sind derzeit – wie mehrfach berichtet – bei der Stadt sehr begrenzt.

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Für den Park am Mathildenheim soll die Stadtverwaltung ein Pflanzkonzept erstellen.

Ob man in Oberpleis gleich „alles stehen und liegen lassen“ wolle, fragte Ratsmitglied Björn Seelbach (SPD), als gleich darauf die Projekte Aufwertung der Parks am Mathildenheim und des Rathausvorplatzes sowie des öffentlichen Raumes insgesamt – auch dies alles Punkte aus dem Handlungskonzept von 2016 – vorerst aus dem städtischen Haushalt (für 2023) genommen werden sollten. Begründung: Keine Aussicht auf Fördergelder und kein Personal.

Während das beim Vorplatz des Oberpleiser Rathauses für die Kommunalpolitiker kein Problem darstellte, schließlich denkt die Stadt derzeit über den Bau eines neuen zentralen Verwaltungsgebäudes nach, wollte man zumindest auf „kleine gartenbauliche Maßnahmen“ (Ulrike Ries-Staudacher; KöWI) für den Mathildenpark nicht verzichten, so der Beschluss des Ausschusses.

Stadt konnte Grundstücke am Busbahnhof kaufen

Neue Möglichkeiten ergeben sich aus städtischer Sicht unterdessen für den Zentralen Busbahnhof (ZOB) in Oberpleis, nachdem die Stadt die westlich angrenzenden Grundstücke Dollendorfer Straße 12 und 16 hat kaufen können. Ein Planungsbüro soll nun damit beauftragt werden, Pläne für einen Umbau des Bahnhofs in der Ortsmitte weiterzuentwickeln, nachdem sich die Idee einer Verlegung an eine andere Stelle in Oberpleis mangels Flächen zerschlagen hatte.

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Der Umbau des Zentralen Busbahnhofes in Oberpleis bleibt aktuell; er soll unter anderem eine öffentliche Toilette bekommen.

„Aus ÖPNV-Sicht ist der Standort hervorragend“, stellte Dr. Christoph Groneck, Nahverkehrsplaner beim Rhein-Sieg-Kreis, klar. Für die künftige Abwicklung beziehungsweise Personalablösung der RSVG-Fahrer braucht es am neuen Bahnhof indes unter anderem einen Pausenraum mit Toilette, wobei der Ausschuss einstimmig dafür votierte, das mit einer öffentlichen Toilettenanlage zu kombinieren.

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Auf dem neuerdings städtischen Areal Dollendorfer Straße 12 könnte nach Einschätzung von Stadtplanerin Anya Geider „eine Mobilitätstation vom Feinsten mit allem drum und dran“ entstehen. Allerdings kommt auch der ZOB, den Hunderte Kinder und Jugendliche des nahen Schulzentrums Oberpleis nutzen , auf die Prioritätenliste und wird entsprechend der personellen Möglichkeiten abgearbeitet. Laut Sitzungsvorlage sind zurzeit für 2024 Baukosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro angemeldet.

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