Die Glaskünstlerin Helga Feuser-Strasdas wurde mit dem Rheinlandtaler für ihre Verdienste für die Kultur im Rheinland ausgezeichnet.
Verdienste für die KulturRheinbacher Glaskünstlerin erhält Rheinlandtaler-Auszeichnung

Rheinlandtaler für Helga Feuser-Strasdas. Elfi Scho-Antwerpes (rechts) überreicht der Künstlerin die Auszeichnung mit
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„Mit dem, was Sie für Rheinbach und den Rhein-Sieg-Kreis geleistet haben, haben Sie diese Auszeichnung mehr als verdient. Sie sind ein Aushängeschild für unsere Region“, lobte Vize-Landrätin Notburga Kunert, nachdem die Glaskünstlerin Helga Feuser-Strasdas von der stellvertretenden Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Rheinland (LVR), Elfi Scho-Antwerpes, im Glasmuseum den Rheinlandtaler des Landschaftsverbands Rheinland entgegengenommen hatte.
Sie hatte ihn in der Kategorie „Kultur“ für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Bewahrung, Weiterentwicklung und Vermittlung der Glaskunst im Rheinland bekommen. Ihr eigener Weg in die Kunst sei geradezu „glaskar“ vorgezeichnet gewesen, meinte Laudatorin Scho-Antwerpes und es habe, um im Bild zu bleiben, keines Blickes in die Glaskugel gebraucht, um schon früh zu erkennen, wohin ihr Weg führen würde. Schließlich war ihr Großvater Hartwig Dittrich Mitbegründer und einer der ersten Lehrer der Glasfachschule.
Ihr Vater Franz-Josef Feuser war erster Leiter des Glasmuseums
Ihr Vater Franz-Josef Feuser war nicht nur Glasmacher, sondern auch erster Leiter des Glasmuseums, ihre Mutter Dorothea arbeitete als Glasgraveurin. Nach Studium an der Glasfachschule und einer Meisterprüfung im Glashandwerk machte sich Feuser-Strasdas selbstständig mit einem eigenen Atelier, das sie bis heute betreibt.
Sie gestaltete Fenster, Türen, Fassadenobjekte und entwickelte Glasobjekte sowie freie Arbeiten wie Schalen, Vasen und Figuren, unter anderem kann man ihre traditionelle Glaskunst im Musikzimmer von Schloss Drachenburg bewundern. Nationale und weltweite Ausstellungen folgten.
Bis heute geht sie dieser Leidenschaft nach, immer eng verbunden mit dem Glasmuseum Rheinbach: „Dies ist für Sie ein besonderer Ort, nicht nur kulturell, er ist auch Teil ihrer eigenen Geschichte. Mit Ihrem Wissen und Ihrem Engagement tragen Sie zur Bedeutung Rheinbachs als Glasstadt bei“, sagte Scho-Antwerpes.
Helga Feuser-Strasdas ist Mitbegründerin der Museumswerkstatt
Feuser-Strasdas ist Mitbegründerin des jährlichen Frühlingsmarktes, engagiert sich in der offenen Museumswerkstatt und setzt sich intensiv in Netzwerken der Glaskunst ein. Wichtig ist ihr auch die Weitergabe ihres Wissens, etwa als Mitglied des Prüfungsausschusses der Glasmaler bei der Handwerkskammer Köln sowie im Berufskolleg NRW.
Ihr sei es zu verdanken, dass die traditionelle Glaskunst auch der kommenden Generation zugänglich gemacht werde. Rheinbachs Bürgermeister Daniel Phiesel erklärte: „Sie geben unserer Heimat eine kulturelle Tiefe, Ausdruck und Identität.“ Feuser-Strasdas zeigte sich sichtlich berührt und stolz.
Ihr großer Dank galt ihrem Mann Joachim Strasdas, der sie stets unterstützt und der seit 40 Jahren Vorsitzender des Fördervereins „Freunde edlen Glases“ des Glasmuseums ist.
