Immer wieder mittwochs kommt im Heinz-Flohe-Stadion der Muskelkater. Es gibt im Kreis Euskirchen aber viele Möglichkeiten, Sport zu machen.
Sport im SommerDie Sportabzeichensaison geht im Kreis Euskirchen auf die Zielgerade

Ist es ein Vogel, ist es ein Flugzeug? Nein, es ist Julien beim Standweitsprung im Heinz-Flohe-Stadion.
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Sport im Kreis Euskirchen? Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Im Euskirchener Stadtwald kann auf einer vermessenen Strecke gelaufen sowie an verschiedenen Geräten Kraft und Koordination trainiert werden. Auch in der Eifel gibt es zahlreiche attraktive Laufstrecken. Wer es etwas ruhiger angehen möchte, ist auf den vielen Walking-Strecken im Kreis bestens aufgehoben.
Ein echter Fitness-Hotspot ist zudem das ehemalige Freibad in der Euskirchener Erftaue geworden. Dort kann vor allem mit dem eigenen Körpergewicht trainiert werden. Und wer nicht nur laufen, springen oder werfen möchte, sondern sich gleichzeitig mit einer „Belohnung“ motivieren will, ist mittwochs zwischen 17 und 19 Uhr im Euskirchener Heinz-Flohe-Stadion genau richtig.
Bis Ende September kann das Sportabzeichen gemacht werden
Dort wird nämlich noch bis Ende September das Sportabzeichen abgenommen. Im vergangenen Jahr wurden im Kreishaus insgesamt 1394 Hobbysportler ausgezeichnet – darunter auch zahlreiche „Wiederholungstäter“. Doch in jeder Sportabzeichen-Saison gibt es auch Neulinge, die sich erstmals an den verschiedenen Disziplinen in den vier motorischen Grundfertigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination versuchen.
Aber nicht nur die Hobbysportler sind mitunter neu. Auch die Übungen, die absolviert werden können, haben sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert. Neu in diesem Jahr ist Bereich Koordination beispielsweise der sogenannte T-Lauf. Dabei starten die Teilnehmer am Hütchen A. Mit dem Kommando „Auf die Plätze, fertig, los!“ beginnt gleichzeitig die Zeitmessung. Zunächst wird Hütchen A mit der Hand berührt, anschließend sprinten die Teilnehmer geradeaus zu Hütchen B, das ebenfalls berührt werden muss.
Einige legen das Sportabzeichen seit Jahrzehnten ab
Von dort geht es mit Seitwärtsschritten nach links zu Hütchen C, wo erneut eine Handberührung erfolgt. Direkt im Anschluss führen Seitwärtsschritte nach rechts bis zu Hütchen D. Dabei wird Hütchen B auf dem Rückweg passiert, jedoch nicht berührt. Erst an Hütchen D ist wieder eine Handberührung erforderlich.
Anschließend bewegen sich die Teilnehmer mit Seitwärtsschritten zurück zur Mitte und berühren Hütchen B erneut. Den Abschluss bildet ein Rückwärtslauf zum Startpunkt an Hütchen A, das zum Schluss noch einmal mit der Hand berührt werden muss. Erst dann endet die Zeitmessung. Und die neue Übung wird angenommen – zumindest beim Besuch im Heinz-Flohe-Stadion am vergangenen Mittwoch.
Für einen Mittwoch in den Sommerferien ist die Resonanz positiv. „Viele Sportler kommen auf den letzten Metern, absolvieren das Sportabzeichen gerne im September“, sagt Sportabzeichen-Prüfer Jupp Arenz, der nach eigenen Angaben 1976 das erste Mal sein Sportabzeichen abgelegt hat. An der Faszination Sportabzeichen haben aber weder Corona noch die Flut etwas geändert, sagt er. Und so dürften es auch Ende September wieder mehrere Hundert Sportler sein, die im Heinz-Flohe-Stadion ihr bestes gegeben haben.
Für Sport ist es nie zu spät
„Es ist nie zu spät, mit dem Sport anzufangen“, sagt die Euskirchener Fitnesstrainerin Caroline Löhrmann. Sport – auch im hohen Alter – sei immer ein Gewinn. „Es geht nicht um Dinge, wie viele Kilo man an einem Gerät bewegt, sondern darum, ob man Ausflüge der Enkel mitmachen kann oder ob man selbst zu den Enkeln fährt, weil man noch fit ist oder die Enkel zu einem kommen müssen.“
