Untersuchung läuft47-Jährige stirbt im Kreis Euskirchen nach Impfung mit Astrazeneca

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Drei vorbereitete Spritzen mit dem Corona-Impfstoff AstraZeneca. (Symbolbild)

Kreis Euskirchen – Eine 47-jährige Frau aus dem Kreis Euskirchen ist kurz nach einer Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca gestorben. „Dem Gesundheitsamt des Kreises Euskirchen wurde am Freitag der Verdacht auf einen Impfschaden nach Impfung mit ,Covid-19 Vaccine AstraZeneca’ angezeigt“, teilte die Pressestelle mit.

Die Meldung sei unverzüglich durch den verantwortlichen Arzt des regionalen Impfzentrums erfolgt, nachdem er entsprechende Informationen von der behandelnden Klinik erhalten hatte. „Die geimpfte Person ist zwischenzeitlich verstorben“, so der Kreis.

Ermittlungen sind eingeleitet

Durch das Gesundheitsamt seien sofort Ermittlungen eingeleitet und die zuständigen Landes- und Bundesbehörden informiert worden. „Erste Ergebnisse machten eine Sperrung der kompletten Impfstoffcharge nicht erforderlich, da der angezeigte Impfschaden nicht auf eine Verunreinigung oder fehlerhafte Zusammensetzung des Impfstoffs hindeutet“, so der Kreis. Ebenso ergebe sich kein Verdacht auf eine fehlerhafte Applikation. Die Untersuchung durch die zuständige Behörde, dem Paul-Ehrlich-Institut dauere aktuell an.

Landrat Markus Ramers stehe in Kontakt zu den Angehörigen, die darum bitten, im engsten Familienkreis den Tod verarbeiten zu dürfen. Unabhängig des behördlichen Ermittlungsverfahrens hat Ramers mit Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann telefoniert, um die rasche und lückenlose Aufklärung voranzutreiben.

Wann einen Arzt aufsuchen?

Die Impfungen in Marmagen erfolgen weiter unter Beachtung der Vorgaben des Bundes- und des Landesgesundheitsministers sowie den Empfehlungen der medizinischen Fachgesellschaften. In dem Zusammenhang weist der Kreis Euskirchen darauf hin, dass Geimpften sofort einen Arzt aufzusuchen sollen, wenn sie nach der Impfung Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen oder anhaltende Bauchschmerzen entwickeln.

Außerdem sollten alle Personen, die nach der Impfung neurologische Symptome aufweisen, wie starke oder anhaltende Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen, oder bei denen nach einigen Tagen auf der Haut Blutergüsse (Petechien) außerhalb des Verabreichungsortes der Impfung auftreten, umgehend einen Arzt aufsuchen.

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