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Projekt im Kreis EuskirchenFestival Rampenfieber zeigt, wie inklusive Kultur funktioniert

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Ein Mädchen mit weißem Tutu balanciert an der Hand einer Frau über ein Drahtseil.

Können Astronauten oder Aliens balancieren? Im Projekt Rampenfieber ist fast alles möglich.

Im Mittelpunkt steht die gemeinsame künstlerische Arbeit von Schülerinnen und Schülern aus Förder- und Regelschulen.

Kunst und Kultur verbinden – unabhängig von Schulform, Herkunft oder individuellen Voraussetzungen. Diesen Gedanken lebt das inklusive Kulturfestival Rampenfieber, das sich zu einem wichtigen Kulturprojekt in der Region Aachen entwickelt hat – und damit auch im Kreis Euskirchen. Zahlreiche Kinder und Jugendliche aus dem Kreis beteiligten sich   und präsentierten bereits ihre Ergebnisse. Die Aufführung für die bildenden Künste,   Aushängeschild des Kreises beim Rampenfieber, fand nun im LVR-Industriemuseum in Kuchenheim statt.

Im Mittelpunkt steht die gemeinsame künstlerische Arbeit von Schülern aus Förder- und Regelschulen. In den Bereichen Theater, Tanz, Musik, Literatur sowie Kunst, Film und Fotografie entwickeln sie eigene Projekte und Werke. Dabei werden unterschiedliche Fähigkeiten und Voraussetzungen ausdrücklich als Bereicherung verstanden.

Seit den Herbstferien arbeiten die Kinder mit den Künstlern zusammen

Seit den Herbstferien arbeiteten die Kinder und Jugendlichen aus den Schulen – beispielsweise der Max-Ernst-Schule in Euskirchen, den Gesamtschulen Weilerswist und Mechernich oder der Grundschule Mechernich mit professionellen Künstlerinnen und Künstlern in Workshops an ihren Projekten. Der lange Vorbereitungszeitraum ermöglichte es den Teilnehmern, sich intensiv mit kreativen Techniken auseinanderzusetzen und eigene Ideen weiterzuentwickeln.

Eine Gruppe Kinder steht zusammen. Ein Kind hält ein Pappschild in der Hand, auf dem steht: „Tschüss“.

Im Tuchmuseum fand die Abschlussveranstaltung mit der Präsentation der seit den Herbstferien erarbeiten Elemente statt.

Kleine, gebastelte Astronauten-Helme liegen auf Jutesäcken.

Überall im Museum waren Hinweise auf das Thema zu entdecken.

Die eigenen Talente entdecken In diesem Jahr drehte sich fast alles um das Weltall. Entsprechend liefen in Kuchenheim zahlreiche Aliens oder auch Astronauten herum. Und auch das eine oder andere bruchgelandete Raumschiff war rund um die ehemalige Tuchfabrik zu entdecken. Die Schüler hatten für die Aufführungen Stop-Motion-Filme produziert, Kunstwerke hergestellt oder eine Zirkusaufführung in den Weiten des Weltalls einstudiert. Insgesamt waren rund 60 Kinder und Jugendliche aus dem Kreis beteiligt.

Das Festival ist ein professionell begleiteter künstlerischer Prozess

Landrat Markus Ramers würdigte das Festival als Ergebnis ernsthafter und professionell begleiteter künstlerischer Arbeit. Junge Menschen aus der Region erhielten die Möglichkeit, ihre Talente zu entdecken und auf die Bühne zu bringen.

Getragen wird das Festival vom Kreis Euskirchen, dem Kreis Düren, der Städteregion Aachen sowie der Stadt Aachen. Organisiert wird es durch den Region Aachen Zweckverband. Die Koordination übernimmt der Verein akut, unterstützt von regionalen Bildungsbüros.

Anders als bei klassischen Schulaufführungen steht nicht die Präsentation von Unterrichtsergebnissen im Vordergrund. Vielmehr verstehen die Organisatoren das Festival als professionell begleiteten künstlerischen Prozess, bei dem kulturelle Teilhabe für alle jungen Menschen ermöglicht werden soll.

Die diesjährigen Veranstaltungen   laufen noch bis Juli an verschiedenen Orten. Während die Beteiligung von Gruppen aus dem Kreis Euskirchen bereits stattgefunden hat, folgen weitere Präsentationen in den Bereichen Tanz, Musik, Theater und Medien. Den Abschluss bildet am 16. Juli eine Veranstaltung in Alsdorf. Dort werden Beiträge aus allen Sparten präsentiert – und damit auch aus dem Kreis Euskirchen. Ergänzt wird das Programm durch Workshops mit Profis aus den Bereichen Musical, Hip-Hop, Improvisationstheater, Gesang, Poetry und bildende Kunst.