Der Kreis Euskirchen erhält zum dritten Mal den Landespreis für kulturelle Bildung – 15.000 Euro fließen in neue kreative Projekte.
Rampenfieber und Co.Der Kreis Euskirchen erhält erneut Landespreis für Bildungsprojekte

Auch in diesem Jahr ein Höhepunkt im Kulturprogramm des Kreises: das Projekt Rampenfieber.
Copyright: Frank Neuenhausen
Der Kreis Euskirchen hat erneut Grund zur Freude: Bereits zum dritten Mal wurde das „Kommunale Gesamtkonzept Kulturelle Bildung“ des Kreises vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Mit dem Landespreis ist eine Förderung in Höhe von 15.000 Euro verbunden. Die Auszeichnung überreichte Dr. Michael Reitemeyer vom Ministerium an Landrat Markus Ramers.
Die kulturelle Bildung im Kreis Euskirchen hat viele Gesichter: Musikschulen, Jugendzentren, Theaterprojekte, Museumspädagogik, Kulturfestivals und Wettbewerbe – sie alle tragen zu einer lebendigen Kulturlandschaft bei, die tief in der Region verwurzelt ist. Zahlreiche Bildungspartnerinnen und -partner, Vereine und Initiativen gestalten gemeinsam ein breites Angebot, das insbesondere junge Menschen erreicht und fördert.
Erste Auszeichnug für den Kreis Euskirchen vor sechs Jahren
Seit der ersten Auszeichnung im Jahr 2020 hat sich das Netzwerk der kulturellen Bildung stetig weiterentwickelt – trotz großer Herausforderungen wie der Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe 2021. Kooperationen mit Schulen, Künstlerinnen und Künstlern sowie außerschulischen Bildungsträgern wurden intensiviert, Programme wie „Kultur und Schule“ und der „Kulturrucksack NRW“ fest etabliert.
Alles zum Thema Ahrweiler Hochwasser
- Rampenfieber und Co. Der Kreis Euskirchen erhält erneut Landespreis für Bildungsprojekte
- Neujahrsempfang Euskirchen und Partnerstadt erneuern ihre Freundschaft – Leise Töne zu Beginn
- Antrag der FDP Planung für eine neue Gemünder Brücke soll zügig vorangetrieben werden
- Enorme Zahl an Einsätzen Jahresbilanz für die Freiwillige Feuerwehr Bornheim
- Infrastruktur Stromversorgung im Kreis Euskirchen ist seit Jahresbeginn neu geregelt
Mit dem inzwischen dritten „Gesamtkonzept Kulturelle Bildung“, verfasst von Kathrin von Seggern, Bettina Ismar, Susanne Hofmann und Hendrik Kemper-Vodegel, hat das Regionale Bildungsbüro (RBB) den nächsten Schritt vollzogen: weg von einzelnen Projekten hin zu einem strategisch koordinierten Netzwerk kultureller Bildung (KuBi).
Fokus liegt au der aktiven Beteiligung junger Menschen
Der Fokus liegt auf der Demokratiestärkung und der aktiven Beteiligung junger Menschen. „Kulturelle Bildung ist bei uns kein Extra, sondern Teil unserer DNA“, betonte Landrat Markus Ramers bei der Preisverleihung: „Von Musikschulen über Jugendzentren, Theaterprojekte bis hin zur Museumspädagogik – unsere Kulturlandschaft wird von vielen engagierten Menschen getragen und immer weiterentwickelt.“
Ramers dankte dem Team des Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrums (KoBIZ) unter Leitung von Sabine Sistig, das das Konzept maßgeblich erarbeitet hat. „Hinter dieser Auszeichnung steckt jede Menge Herzblut, Ideenreichtum und verlässliche Zusammenarbeit“, so der Landrat. Zum Konzept-Team gehören zudem Kathrin von Seggern, Bettina Ismar, Susanne Hofmann und Hendrik Kemper-Vodegel.

Der Kreis Euskirchen ist das dritte Mal für das Konzept bei der kulturellen Bildung ausgezeichnet worden.
Copyright: Tom Steinicke
Für die kommenden Jahre setzt der Kreis klare Schwerpunkte: Netzwerkarbeit und Partizipation sollen weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, die Teilnehmenden des Bundesprogramms „Aller.Land – Kultur, Beteiligung und Demokratie“ mit dem bestehenden Netzwerk Kulturelle Bildung zusammenzuführen. Ergebnisse aus Bürgerbeteiligungsformaten fließen direkt in neue Kulturangebote ein.
Schon seit dem vergangenen Jahr laufen partizipative Jugendprojekte, so in der Jugendvilla Euskirchen. Für 2026 sind weitere Beteiligungsprojekte geplant, darunter kreative Fotoarbeiten mit Künstlicher Intelligenz (KI).
Rampenlicht-Festival wird wieder ein Höhepunkt des Jahres
Ein Highlight des Jahres wird das Rampenfieber-Festival am 11. und 12. Juni in der Tuchfabrik Müller sein, das diesmal unter dem Motto „Weltraumabenteuer“ steht. Für 2027 sind außerdem der 3. Kulturwettbewerb und ein Austauschforum für Kinder und Jugendliche im Kreis Euskirchen vorgesehen.
Die Förderung des Landes in Höhe von 15.000 Euro fließt direkt in die Umsetzung dieser Projekte. Gleichzeitig versteht der Kreis Euskirchen den Preis als Ansporn, das Netzwerk noch breiter aufzustellen. „Ich möchte ausdrücklich alle Vereine und privaten Initiativen ermutigen: Bringen Sie sich ein, machen Sie mit – das Regionale Bildungsbüro freut sich über neue Ideen und Kooperationen“, so Ramers.
Der Preis wurde von Dr. Michael Reitemeyer vom NRW-Ministerium Kultur und Wissenschaft überreicht. Er zog vor dem Erreichten den Hut. „Wenn man so ein Projekt in der Corona-Zeit ausarbeitet und sich von der Flut nicht aus dem Konzept bringen lässt, ist das aller Ehren wert“, so Reitemeyer: „Hier wurde sich nicht auf den Lorbeeren ausgeruht.“
Interessierte Organisationen und Initiativen, die kulturelle Angebote mit und für Kinder und Jugendliche entwickeln möchten, können sich per E-Mail beim Regionalen Bildungsbüro des Kreises Euskirchen melden.

