Die Ausstellung in den Räumlichkeiten des Förderkreises zeitgenössischer Kultur Kreis Euskirchen läuft bis zum 22. März 2026.
„The Silence of Thought“Werke von Claudia Clement werden beim FzKKE ausgestellt

Galerist Rüdiger Westphal präsentiert in den Räumlichkeiten des FzKKE Bilder und Keramiken der Künstlerin Claudia Clement.
Copyright: Cedric Arndt
Zwischen kleinen, farbenfrohen Gemälden idyllischer Naturschauplätze und auf den ersten Blick wirr erscheinenden, farblich eher schlicht gehaltenen Collagen eröffnet sich eine große Bandbreite unterschiedlicher Arbeitsweisen der Künstlerin Claudia Clement.
Durch zu Vorhängen und kleineren Skulpturen geformten Keramiken abgerundet, scheinen die Werke, die derzeit in den Räumlichkeiten des Förderkreises zeitgenössischer Kultur Kreis Euskirchen (FzKKE) zu sehen sind, nur wenige Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Doch dieser Eindruck täuscht, da sich alle Stücke an der Vielfalt des gleichen Vorbilds orientieren.
„Auf Exkursionen durch die Natur faszinieren mich Schönheit und Genialität organischer Strukturen“, erklärte die Künstlerin in einem Schreiben zur Ausstellung: „Durch komplexe biologische und physikalische Prozesse entsteht ein Wechselspiel der Gegensätze – Formen und Texturen im Kreislauf von Entstehung und Zerfall.“ All dies können die Besucher der Ausstellung unter dem Titel „The Silence of Thought“ derzeit ausgiebig in Augenschein nehmen.
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Claudia Clement weiß den Zufall als Faktor bei der Arbeit zu schätzen
Genau wie die Natur unterschiedlichsten Ereignissen ausgesetzt ist, die ihr Erscheinungsbild beeinflussen, hat auch Claudia Clement einen gewissen Zufallsfaktor bei ihrer Arbeit zu schätzen gelernt. „Sie wählt häufig einen sehr experimentellen Ansatz für ihre Kunst“, erklärte Galerist Rüdiger Westphal. „Die Ergebnisse lassen sich dabei oft nicht vorhersagen, und so entsteht immer wieder etwas Neues.“

Gemeinsam mit anderen Künstlerinnen und Künstlern veranstaltet Claudia Clement regelmäßige Treffen, um gemeinsam zu malen.
Copyright: Cedric Arndt
Eine im Ofen gebrannte Keramikhohlkugel, die bei der Hitze leicht aufplatzt und ungeplante Risse erhält, wirkt plötzlich wie eine geborstene Eierschale. Werkzeuge, die normalerweise im Schneiderhandwerk zum Einsatz kommen, können auf den Keramiken die Maserung von Tierhäuten oder Baumrinde erzeugen und dadurch weitere visuelle Aspekte der natürlichen Vielfalt abbilden.
Selbst ihre Naturmalereien seien vom Zufall nicht gänzlich unberührt, so Westphal. „Claudia Clement trifft sich dafür gelegentlich mit anderen Künstlern an zuvor festgelegten Orten, um gemeinsam zu malen.“ Diese Orte seien zwar aufgrund ihrer schönen Umgebung ausgewählt worden, welche Details bei den Treffen dabei jedoch besonders ins Auge stechen, sei von Tages- und Jahreszeit sowie weiteren, oft unvorhersagbaren Faktoren abhängig.
Die Werke von Claudia Clement können bis Sonntag, 22. März, in den Räumlichkeiten des FzKKE, Kölner Straße 26, in Euskirchen, besichtigt werden. Die Ausstellung ist nach telefonischer Vereinbarung mit Rüdiger Westphal unter Tel. 0 2251/55100 oder mit der Künstlerin unter 01 57/36997964 für Besucher geöffnet. Während der Finissage am Freitag, 20. März, ab 18 Uhr mit einer Live-Performance der Autorin Sylvia Bratzik sowie beim abschließenden Künstlergespräch am Sonntag, 22. März, ab 14 Uhr wird die Künstlerin selbst vor Ort sein.

