Wie die Bahn mitteilt, sind die Bauarbeiten noch nicht abgeschlossen. Erst am Freitag sollen wieder Züge bis nach Kall verkehren.
EifelbahnstreckeVerkehrsfreigabe zwischen Euskirchen und Kall verzögert sich erneut

Ein Bauzug wie auf diesem Archivbild, der Bahnschotter zu einer Gleisbaustelle transportieren sollte, ist am Wochenende umgekippt. Dies führte zu Verzögerungen und Zugausfällen.
Copyright: Thorsten Wirtz
Noch bis Ende März müssen sich Bahnkunden auf der Eifelstrecke auf Einschränkungen im Zugverkehr einstellen: Weil noch Arbeiten zur Elektrifizierung ausgeführt werden, fahren erst ab Anfang April wieder reguläre Züge zwischen Kall und dem rheinland-pfälzischen Gerolstein.
Aktuell gibt es aber auch noch zusätzliche Probleme: Weil es bei regulär geplanten Gleisarbeiten im Bereich Mechernich am Wochenende zu einem Unfall kam, pausiert seit Montag auch der Zugverkehr auf dem Streckenabschnitt zwischen Euskirchen und Kall.
Das ist kommunikativ leider sehr unglücklich gelaufen.
Die Bahn hat am Mittwoch ihre Angaben zum Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Verkehrs noch einmal angepasst: Weil die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind, soll der Zugverkehr zwischen Euskirchen und Kall erst am Freitag, 30. Janur, um 4 Uhr in der Frühe wieder aufgenommen werde.
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Wiederaufnahme des Zugverkehrs verschiebt sich bis Freitag, 30. Januar
Zuerst hatte es geheißen, dass die Züge bereits ab Mittwochabend wieder auf dem Abschnitt zwischen Euskirchen und Kall verkehren sollen. „Das ist kommunikativ leider sehr unglücklich gelaufen“, versuchte sich Bahnsprecher Dirk Pohlmann bereits am Dienstag an einer Entschuldigung für die Kunden, die mitunter erst bei einem Blick in die Bahn-App von der länger andauernden Sperrung und dem damit verbundenen Schienenersatzverkehr erfuhren.
Was war passiert? „Im Bereich Mechernich waren Gleisarbeiten notwendig geworden, weil der Untergrund instabil war“, hat Pohlmann von seinen Kollegen aus dem Bautrupp erfahren. Am Wochenende sollten dann die notwendigen Arbeiten ausgeführt werden.
Beim Abladen von Schotter kippte ein Bauzug um
Dabei kam es jedoch laut Bahn zu einem Zwischenfall: „Ein Bauzug, der Bahnschotter zur Baustelle transportierte, der zur Stabilisierung des Untergrunds eingebaut werden sollte, ist beim Abladen umgekippt und konnte erst im Laufe des Montags wieder auf die Gleise gesetzt werden“, schildert Pohlmann, was zu der Verzögerung der Bauarbeiten geführt hat.
Die gute Nachricht: Alle Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon, keiner der Bauarbeiter wurde bei dem Zwischenfall verletzt, so die Bahn. Die ausfallenden Zügen werden weiterhin durch Busse des Schienenersatzverkehrs ersetzt.
Auf dem Weg nach Köln müssen sich Bahnkunden aus dem Kreis Euskirchen aber zusätzlich auch noch auf der weiteren Strecke auf Einschränkungen einstellen: Für Pendler ergeben sich dadurch erhebliche Verzögerungen, denn auch zwischen Erftstadt und Köln fahren aktuell nur Busse. Dort laufen noch bis Freitagmorgen, 30. Januar, geplante Bauarbeiten.
Die Bahn empfiehlt ihren Kunden deshalb, sich vor Fahrtantritt über die gewünschte Verbindung zu informieren. Doch auch dabei hatten sich am Montag Probleme in der Online-Fahrtauskunft ergeben, weil einige Busse des Schienenersatzverkehrs dort nicht angezeigt wurden.

