Kommentar zur FlüchtlingsunterkunftEin gewagtes Experiment mit Menschen

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EHK Komm

In einem Monat könnten die ersten Geflüchteten aus der Ukraine in die einstige Eifelhöhen-Klinik einziehen.

Nettersheim-Marmagen – Unerfahren ist nicht gleich schlecht. Aber manchmal kommt es im Leben auf Erfahrung an. Auch – oder gerade – bei der Betreuung von geflüchteten Menschen. Egal, aus welchem Land, egal, wovor sie geflüchtet sind. Das Deutsche Rote Kreuz hat diese Erfahrungen und hat sie mehrfach unter Beweis gestellt. BOS 112 hat die Erfahrung nicht.

Dass das DRK bei der Vergabe um den Betrieb der Geflüchteten-Unterkunft in Marmagen in die Röhre guckt, verwundert. Das Schicksal von geflüchteten Menschen sollte kein Experimentierfeld sein – schon mal gar kein wirtschaftliches.

Betreuung gehört in die Hände von Fachkräften

Die Betreuung gehört in die Hände von gestandenen Fachkräften - egal, ob Hilfsorganisationen oder Unternehmen sind. Hauptsache die Organisationen haben mit solchen Situationen, mit solchen Menschen Erfahrungen. Für die sicher auch der wirtschaftliche Faktor eine Rolle spielt, der Mensch aber im Vordergrund steht.

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Der Vorteil von BOS 112 ist, dass die Geflüchteten nicht vor der Tür stehen, sondern man einen Monat Zeit hat, sich auf die Aufgabe „Marmagen“ vorzubereiten. Wie gut man vorbereitet sein wird, bleibt abzuwarten. Dann wird sich auch zeigen, ob die Bezirksregierung richtig lag.  

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