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AbschiedsfeierRosie Schütt-Gerhards hört als Leiterin der Clara-Fey-Schule Schleiden auf

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Rosie Schütt-Gerhards schreibt, Ingo Pfennings steht neben ihr und schaut zu.

Im Beisein von Bürgermeister Ingo Pfennings trug sich Rosie Schütt-Gerhards ins Goldene Buch der Stadt Schleiden ein.

Sie war am „Clara“ Referendarin, Lehrerin und zuletzt sechs Jahre Leiterin. Die Schule war für sie ein Lebensort, wie sie zum Abschied sagte.  

Da hatten sich zwei gefunden: Über viele Jahre schienen Rosie Schütt-Gerhards und die Clara-Fey-Schule unzertrennlich. Bereits als junges Mädchen besuchte die in Dreiborn aufgewachsene Schütt-Gerhards die katholische Schule als Schülerin.

Später kehrte sie als Referendarin zurück, wurde Lehrerin, Vertrauenslehrerin und Oberstufenkoordinatorin, ehe sie vor sechs Jahren die Leitung der Schule übernahm. „Clara, du bes e Jeföhl“, beschrieb sie konsequent ihre enge Verbundenheit mit der Schule, die sie durch die schwierigen Jahre der Corona-Pandemie und der Flutkatastrophe führte. Jetzt wurde Schütt-Gerhards mit einem offiziellen Festakt in den Ruhestand verabschiedet.

Die Feier begann mit einem Gottesdienst in der Schleidener Schlosskirche

In der Mensa der Schule versammelten sich rund 120 Gäste. Bereits am Nachmittag hatte Weihbischof Karl Borsch die Feierlichkeiten mit einem Gottesdienst in der Schleidener Schlosskirche eröffnet. Als Vertreter des Schulträgers, des Bistums Aachen, würdigte er das Wirken der scheidenden Schulleiterin.

„Eine Pädagogin, die den Menschen immer als Einzelnen im Blick hatte“, charakterisierte Carsten Gier, Abteilungsleiter der Hauptabteilung Pastoral/Schule/Bildung im Bistum Aachen, die Verdienste von Schütt-Gerhards. Sie besitze die bemerkenswerte Fähigkeit, Probleme mit Herz und Tatkraft anzupacken und zu lösen, bevor andere überhaupt erkannt hätten, dass es ein Problem gebe.

Dein Netzwerk ist nicht filigran, sondern massiv aus Stahldraht.
Carsten Gier, Bistum Aachen

Dabei lege sie bisweilen ein Tempo an den Tag, das Kollegen an der Schule ebenso wie Mitarbeiter im Bischöflichen Generalvikariat schwindelig werden lasse. „Du kennst die Eifel, und die Eifel kennt Dich. Dein Netzwerk ist nicht filigran, sondern massiv aus Stahldraht“, lobte Gier.

Das Bild zeigt die beiden Frauen in Bewegung.

Mit ihrer Nachfolgerin Sonja Hof führte Rosie Schütt-Gerhards den Tanz auf, den sie oft nach Erfolgen im Rektorenzimmer getanzt hatten.

Eine Schülerin singt, zwei weitere und ihr Lehrer spielen Instrumente.

Die musikalische Gestaltung der Feier übernahmen Schülerinnen unter der Leitung von Lehrer Philipp Landen.

Viele Veränderungen an der Clara-Fey-Schule hat Schütt-Gerhards während ihrer Laufbahn begleitet oder selbst initiiert. Dazu zählen der Aufbau des Realschulzweigs, der Bau der Mensa sowie der aktuelle Schulneubau. Auch die langjährigen Partnerschaften mit Schulen in Frankreich, den USA und Spanien wurden unter ihrer Mitwirkung gepflegt. „Ihr Leitungsstil war geprägt von Herzlichkeit, Energie und Humor“, sagte Generalvikar Jan Nienkerke, der die Entpflichtungsurkunde überreichte.

Landrat Markus Ramers fühlte sich an der Schule immer willkommen

„Dein größtes Verdienst ist, dass Du mich zu einem Fan des Clara gemacht hast“, bekannte Landrat Markus Ramers. Der ehemalige Abiturient des Hermann-Josef-Kollegs in Steinfeld und Ex-Lehrer sagte, er habe der Schule früher eher mit Skepsis gegenübergestanden. Doch sobald man das Schulgelände betrete, spüre man die besondere Atmosphäre. „Mein Eindruck war: Deine Tür stand immer offen“, sagte Ramers.

Mit der Einladung, sich in das Goldene Buch der Stadt Schleiden einzuladen, würdigte Bürgermeister Ingo Pfennings das Wirken der scheidenden Schulleiterin. Schütt-Gerhards habe wesentlich dazu beigetragen, das zuvor schwierige Verhältnis zwischen Stadtverwaltung und Clara-Fey-Schule zu verbessern. „Wir wollten eine neue Ära in der Zusammenarbeit einläuten, und ich glaube, das ist uns gelungen“, sagte Pfennings.

Aus den USA kam ein Videobotschaft zum Abschied der Schulleiterin

Mit persönlichen Rückblicken dankten Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Vertreter des Kollegiums der Schulleiterin für ihr langjähriges Engagement. Den musikalischen Rahmen gestalteten Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Musiklehrer Philipp Landen. Von der St. Peter's Prep in New Jersey (USA), mit der die Clara-Fey-Schule seit vielen Jahren einen Schüleraustausch pflegt, erreichte die Festgesellschaft eine Videobotschaft mit Dankesworten für die Zusammenarbeit.

„Die Clara-Fey-Schule war für mich weit mehr als ein Arbeitsplatz. Sie war ein Lebensort“, sagte Schütt-Gerhards in ihrer Abschiedsrede. Sie habe die Schule in allen Phasen ihres Lebens erlebt.

Zu den Schülerinnen und Schülern sagte sie: „Ihr seid das Hauptstück unserer Arbeit.“ Junge Menschen stünden im Mittelpunkt allen Handelns. „Alles, was wir tun, tun wir für sie“, betonte sie. Zu erleben, wie aus schüchternen Fünftklässlern selbstbewusste Erwachsene würden, sei eines der größten Privilegien ihres Berufslebens gewesen.

Wie sehr ihr die Schule und ihre Schülerinnen und Schüler am Herzen lagen, zeigte sich zum Abschluss noch einmal auf besondere Weise: Gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin und designierten Nachfolgerin Sonja Hof führte sie den „Freudentanz“ auf, den beide im Rektorenzimmer immer dann getanzt hatten, wenn es einen besonderen Erfolg zu feiern gab.