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Arbeiten sind im ZeitplanNeues Feuerwehrhaus in Herhahn soll 2027 bezugsfertig sein

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Blick auf den Rohbau, vor dem ein großer Kran steht.

Die Arbeiten an dem neuen Feuerwehrhaus laufen. Im nächsten Jahr soll es bezugsfertig sein.

Am Kreisverkehr in Herhahn entsteht zurzeit ein neues Feuerwehrhaus. Die Stadt Schleiden muss die Kosten von 3,2 Millionen Euro komplett übernehmen.

„Das ist einmal eine Baustelle, wo bislang alles planmäßig verläuft“, freute sich Marcel Wolter. Der Beigeordnete der Stadt Schleiden sah sich mit Armin Fischbach, Stabsstellenleiter Hochbau bei der Stadt, dem zuständigen Mitarbeiter Christian Koenn und Wehrleiter Wolfgang Fuchs die Baustelle des neuen Feuerwehrgerätehauses in Herhahn an. Der Neubau soll 3,2 Millionen Euro kosten und im zweiten Quartal 2027 fertiggestellt sein.

Das alte Feuerwehrgerätehaus aus dem Jahr 1976 erfüllt schon lange nicht mehr die Anforderungen. Das Gebäude ist zu klein, hat keine Duschen und die Umkleide befindet sich in der Fahrzeughalle. Außerdem besteht Quetschgefahr an den Falttoren, und die Sicherheitsabstände neben den Fahrzeugen reichen nicht aus. Die Mängel sind bereits alle auch im Brandschutzbedarfsplan der Stadt aus dem Jahr 2015 aufgeführt.

Planungen für einen Neubau reichen deshalb schon bis ins Jahr 2012 zurück. Ein erster Förderantrag 2019 war nach Angaben von Wolter nicht erfolgreich gewesen. Erst ein Jahr später erhielt die Stadt den Zuschlag für einen Zuschuss von 250.000 Euro.

Fristen für Baubeginn konnten nicht eingehalten werden

Das Geld musste später aber wieder zurückgegeben werden, weil die vorgegebenen Fristen für den Baubeginn nicht eingehalten werden konnten. Verantwortlich für die Verzögerungen seien die Corona-Pandemie und die Hochwasserkatastrophe 2021 sowie immer neue Auflagen des Kreises Euskirchen und anderer Behörden gewesen, hatte Bürgermeister Ingo Pfennings beim Spatenstich im vergangenen Jahr beklagt. Der Prozess habe unnötig viel Zeit, Arbeitskraft und Nerven gekostet.

Die drei Genannten stehen nebeneinander vor dem Neubau.

Über den Stand der Arbeiten informierten (v.l.) Marcus Bierschenk, Christian Koenn und Wolfgang Fuchs.

Die Visualisierung zeigt das neue Feuerwehrgerätehauses mit vier Toren und einem angebauten Schulungsraum.

So wird das neue Feuerwehrgerätehaus in Herhahn nach der Fertigstellung aussehen.

Ein Bauantrag, der im Juni 2023 gestellt worden war, musste aufgrund neuer Anforderungen im Dezember 2024 noch einmal aktualisiert werden. Die Baugenehmigung traf schließlich Anfang September 2025 im Schleidener Rathaus ein.

Auf einem Eckgrundstück am neuen Kreisverkehr nach Dreiborn entsteht nun ein Gerätehaus mit einer Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen, Sanitär- und Umkleideräumen sowie einem Schulungsraum. Einer der Stellplätze ist für einen Tankwagen vorgesehen, der in Herhahn stationiert werden soll. Der soll nach Angaben von Feuerwehrchef Fuchs schon bald geliefert werden. Das Fahrzeug müsse dann aber noch umgerüstet werden.

Strom wird von Photovoltaikanlage auf der Halle in Herhahn erzeugt

Für die anfahrenden Wehrleute und die ausrückenden Einsatzfahrzeuge gibt es getrennte Wege. Während die Wehrleute das neue Gerätehaus über die Landstraße 207 in Richtung Dreiborn erreichen, dürfen die Feuerwehrfahrzeuge direkt auf die Bundesstraße 266 einfahren. Parkplätze für die Wehrleute liegen direkt hinter dem Gebäude.

Der Neubau wird mit einer Luft-Wärme-Pumpe beheizt. Den unter anderem dafür benötigten Strom erzeugt eine Photovoltaikanlage auf der Halle, die ein Pultdach erhält. Die moderne und umweltfreundliche Lösung soll langfristig Kosten sparen.

Großteil der anstehenden Gewerke ist bereits vergeben

„Nach anfänglichen Problemen mit schlechtem Wetter liegen wir mittlerweile wieder im Zeitplan. Aktuell wird die Decke über dem Sozialtrakt gegossen“, berichtete Architekt Marcus Bierschenk vom Büro abph aus Heimbach. Ein Großteil der nun anstehenden Gewerke für die Heizung- und Lüftung wie für die Sanitär- und Elektroarbeiten seien bereits vergeben. Er hoffe, dass auch bei den Gewerken der Zeitplan gehalten werden könne.

„Das ist im Vergleich zu der alten Unterkunft eine ganz andere Welt“, sagte Fuchs. Endlich habe die Löschgruppe den Platz, den sie für Fahrzeuge, Technik und Ausbildung dringend benötige. Die Löschgruppe habe inklusive der Jugendfeuerwehr knapp 60 Mitglieder und müsse neben dem Regelbetrieb auch die hohe Belastung und das immer größere Aufgabenspektrum durch die Liegenschaften in Vogelsang stemmen.

„Die Aufgabe in Vogelsang ist angesichts der Größe der Anlage, der Anzahl der Personen und der weiter steigenden Angebote eine große Herausforderung für die Gefahrenabwehr“, betonte der Wehrleiter. Das gelte vor allem für die Zentrale Unterbringungseinrichtung der Bezirksregierung für Flüchtlinge.

„Der Neubau muss komplett von der Stadt finanziert werden, weil es keine Fördermittel gibt. Das ist schon eine große Herausforderung“, erklärte Wolter. Was mit dem alten Gerätehaus in der Eckstraße passiert, steht aktuell noch nicht fest. „Die Stadt muss noch entscheiden, ob es anders genutzt oder verkauft wird“, sagte der Beigeordnete.