Medieninformatik-Studierende sind für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet worden
Viel mit KIDiese Gummersbacher Studierenden gewannen den RTL-Förderpreis

Sarah Langrehr (v.l.), Merce Yüca und Nils Polarek nahmen die RTL-Förderpreise entgegen.
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„Wir tun fast nichts mehr ohne dabei digital zu sein“, heißt es auf der Infoseite zum Bachelor-Studiengang Medieninformatik am Campus Gummersbach der TH Köln. Beim Kommunizieren über Social-Kanäle und bei Audio/Video-Konferenz. Beim Informieren über Websites, Blogs, beim Streamen von Videos, Filmen, oder Musik. „Aber wir konsumieren nicht nur über digitale Kanäle, sondern generieren auch selbst unentwegt digitale Inhalte.“
Im Studiengang Medieninformatik steht der Umgang mit informationstechnischen Prozessen und Systemen im Mittelpunkt – und die Kunst, diese nutzerfreundlich zu gestalten. Drei Absolventen sind jetzt für ihre Abschlussarbeiten mit dem RTL-Förderpreis ausgezeichnet worden – und alle drei hatten sich auf unterschiedliche Art und Weise mit Möglichkeiten und Grenzen beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz auseinander gesetzt.
Dotiert mit 1000 Euro
„Alles dreht sich um KI: Chat-Bots als Mathe-Tutoren, KI-Tools als UX/UI-Designer und Software, um authentische Medien vor Manipulationen zu sichern – beim RTL-Förderpreis überzeugten diese Abschlussarbeiten von Studierende der Medieninformatik“, heißt es in einer Pressemitteilung, die der Campus Gummersbach der TH Köln jetzt verbreitet hat.
Der mit 1000 Euro dotierte erste Preis ging an die Bachelor-Studentin Sarah Langrehr. Sie hatte in ihrer Abschlussarbeit untersucht, ob ChatGPT-Modelle als Tutorenersatz in der Mathematikausbildung geeignet sind. KI als Nachhilfelehrer? Sie testete verschiedene Modelle und befragte Dutzende Studierende, aber auch Mathe-Nachhilfeschüler. Ergebnis: Die Antwortqualität stieg zwar mit neueren Modellen, aber fehlerfrei war kein Modell. Ihre Arbeit „unterstreicht die Notwendigkeit einer verstärkten Schulung im kritischen Hinterfragen von KI-generierten Antworten“, heißt es.
Merve Yüca nahm für ihre Masterarbeit den mit 750 Euro dotierten zweite Preis entgegen. Sie ging der Frage auf den Grund, ob – und wenn ja, in welchem Umfang – KI-gestützte Tools dazu in der Lage sind, menschliche Designer zu ersetzen oder sie sinnvoll zu unterstützen, wenn es darum geht, das Nutzererlebnis digitaler Produkte zu verbessern. Ergebnis: KI kann menschliche Designer nicht ersetzen, aber sinnvoll unterstützen, sofern sie gezielt eingesetzt wird.
Der dritte Preis plus 500 Euro ging an Nils Polarek. In seiner Bachelorarbeit hatte er eine Open-Source-Webapp entwickelt, die es Medienschaffenden ermöglicht, ihren individuellen Veröffentlichungsprozess hinsichtlich auf die Kompatibilität mit den Standards der Content Authenticity Initiative (CAI) zu überprüfen – dabei geht es im Grunde darum, dass im Web authentische Inhalte von solchen unterschieden werden können, die von immer besser werdender generativer künstlicher Intelligenz geschaffen werden. Titel der Arbeit: „Can I CAI? Entwicklung einer Webapp zur Überprüfung von Veröffentlichungsprozessen auf Kompatibilität mit aufkommenden Standards der Content Authenticity Initiative zur Auszeichnung von authentischen Medien im Web“.
Der RTL-Förderpreis wird seit 18 Jahren von RTL Deutschland an Studierende der Medieninformatik am Campus Gummersbach der TH Köln verliehen.
