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Zeugen gesuchtBrutaler Raubüberfall in Nümbrecht

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Das Symbolfoto zeigt das Blaulicht eines Polizeiwagens.

Aus ermittlungstaktischen Gründen berichtete die Polizei erst jetzt über den brutalen Raubüberfall, der sich am 3. Mai ereignet hat.

Unbekannte Frau lockte einen Mann aus dem Sauerland unter einem Vorwand nach Nümbrecht, wo er überfallen wurde. 

Bewaffneter Raubüberfall auf dem Zufahrtsweg zum Nümbrechter Aussichtsturm: Wie die Polizei erst jetzt mitteilt, ist ein 58-jähriger Mann am Sonntag, 3. Mai, gegen 19 Uhr Opfer eines brutalen Überfalls geworden. Die Polizei bittet nun um Hinweise.

Der Mann aus dem nordsauerländischen Ense (Kreis Soest) war von einer unbekannten Frau über einer Messengerdienst unter einem Vorwand zu einem Café unweit des Nümbrechter Aussichtsturms gelockt worden. „Kurz bevor er dort eintraf, musste er sein Auto aufgrund einer heruntergelassenen Schranke anhalten“, teilt die Polizei mit. Als er sein Auto verließ,  lösten sich zwei junge Männer, die ihre Gesichter hinter Affenmasken verborgen hatten, aus einem Versteck und schlugen unvermittelt mit Baseballschlägern auf den Mann ein. Gleichzeitig wurde auf den 58-Jährigen ein Schuss aus einer Schreckschusswaffe abgegeben, schreibt die Polizei.

Damit nicht genug: Im Anschluss forderten die Kriminellen den Geschädigten auf, eine Flasche mit einer unbekannten Substanz zu trinken und Bargeld herauszugeben. Der Mann wurde durch die Tat nicht unerheblich verletzt. Ob die Täter Beute machten, blieb zunächst unklar.

Die Unbekannten, nach denen gefahndet wird, werden wie folgt beschrieben: etwa 16-18 Jahre alt, 170-175 Zentimeter groß und schlank. Beide hatten eine helle Hautfarbe und trugen dunkle Oberbekleidung. Einer der Täter hatte gelockte Haare.

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Waldbröl unter der Telefonnummer (02261) 8199-0 oder der E-Mail-Adresse poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.

Die Masche, nichtsahnende Opfer unter einem Vorwand in eine Falle zu locken und dann zu überfallen, ist bundesweit bekannt. Die Polizei warnt immer wieder davor. Die Kreispolizeibehörde in Gummersbach hatte aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht über diesen Überfall berichtet.