Beim Saisonauftakt zeigen sich die VfL-Handballer im Angriff variantenreich und in der Abwehr sicher.
Handball-BundesligaVfL Gummersbach legt mit 29:26-Sieg in Hannover vor

Der TSV Hannover-Burgdorf und der VfL Gummersbach schenkten sich zum Saisonauftakt der Handball-Bundesliga nichts. Doch Julian Köster war von den TSV-Abwehrspielern, hier Justus Fischer, kaum zu halten.
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Der VfL Gummersbach feiert wie in der vergangenen Saison mit dem 29:26 (15:11)-Sieg beim TSV Hannover-Burgdorf einen Auftakt nach Maß in der Handball-Bundesliga. Vor 7543 Zuschauern in der ZAG-Arena in Hannover überzeugten die Gummersbacher mit einer starken Abwehr, einem guten Rückzugsverhalten und einem variantenreichen Angriff.
Da die Partie zum Auftakt der Bundesliga die einzige am Abend war, ist der VfL Gummersbach der erste Tabellenführer der neuen Saison 2025/26.
VfL Gummersbach fehlen in Hannover vier Spieler
Dabei fehlten bei den Gummersbachern neben den Langzeitverletzten Miro Schluroff (Menuskis-OP) und Mathis Häseler (Innenbandriss im Sprunggelenk) auch noch Ole Pregler (Zerrung) und Milos Vujovic (Infekt). Die Ausfälle machten die beiden Neuzugänge Joao Gomes und Kay Smits mehr als wett. Smits war nicht nur mit sechs Treffern der beste Werfer des VfL, sondern überzeugte auch mit gelungenen Anspielen. Dazu kam mit Teitur Einarsson der dritte Linkshänder, der auf der Außen- und der Halbposition überzeugte.
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Gummersbach begann mit den drei Linkshändern, zudem spielte Kristjan Horzen vorgezogen in der Abwehr. Die ersten Minuten gehörten den Gastgebern, die besser ins Spiel fanden und schnell mit 3:0(2.) führten, während der VfL hinten zu große Lücken ließ und vorne technische Fehler machte. Den ersten Treffern erzielte Julian Köster zum 1:3 (4.). Bis zum 5:2 (6.) lag Hannover sicher vorne, ehe die Gummersbacher mit einem 4:1-Lauf zum 6:6 (13.) ausglichen und TSV-Trainer Christian Prokop die erste Auszeit nahm.
VfL-Torhüter Bertram Obling knüpfte an die in der Vorbereitung gezeigten guten Leistungen an
Je länger das Spiel lief, desto mehr wurde VfL-Torhüter Bertram Obling zum Faktor. Nach 30 Minuten standen bei ihm elf Paraden, darunter ein Siebenmeter. Dagegen verzeichnete Hannover zwei Paraden und Prokop hatte bereits zwischen Joel Birlehm und Simon Gade hin- und her gewechselt.
Bei 7:6 (15.) ging der VfL durch Kay Smits erstmals in Führung. Keine der beiden Mannschaften konnte sich in der Folge absetzen. Beim 12:10 (25.) lagen die Gäste erstmals mit zwei Treffern vorne und gaben die Führung bis zum Schlusspfiff auch nicht mehr ab. Zur Pause lag der VfL mit 15:11 vorne, auch wenn Smits seinen Siebenmeter erst im Nachwurf verwandelte und später auch mit dem zweiten Strafwurf an Birlehm scheitern sollte.
Obwohl Gummersbach nach der Pause in doppelter Überzahl startete, die ersten Minuten der zweiten Halbzeit gehörten wie zu Spielbeginn Hannover. Mit einem 3:0-Lauf verkürzten die Gastgeber auf 16:18 (36.). VfL -Trainer Gudjon Valur Sigurdsson nahm die Auszeit nach vier technischen Fehlern seiner Spieler.
Kapitän Julian Köster forderte mehr Bewegung ohne Ball und ging wie so oft selber voran und brachte mit seinen drei Toren wieder mehr Sicherheit in Gummersbacher Spiel. Eine Viertelstunde vor Schluss kam Dominik Kuzmanovic für Obling, der nicht an die Leistung der ersten Halbzeit hatte anknüpfen können.
Wir sind geduldig geblieben und haben eine sehr gute Abwehr gestellt
Gummersbach hielt den Vorsprung konstant auf zwei Toren, bliebt konsequent in der Abwehr und ließ Kreisläufer Justus Fischer nicht zum Zug kommen. Erst als Hannover nachließ und Renars Uscins eine Pause brauchte, erhöhen die Gäste und kamen zum verdienten Sieg. „Wir sind geduldig geblieben und haben eine sehr gute Abwehr gestellt“, fasste Teitur Einarsson das Spiel zusammen.
Zum ersten Heimspiel der Saison erwartet der VfL am nächsten Donnerstag, 19 Uhr, die MT Melsungen in der Schwalbe-Arena.
Tore TSV Hannover-Burgdorf: Tissier (3), Uscins (8), Pedersen (1), Steinhauser (4/3), Michalczik (1), Aho (3), Solstad (2), Fischer (3), Weber (1).
Tore VfL Gummersbach: Gomes (1), Vidarsson (3), Kodrin, Köster (4), Blohme (3), Einarsson (4), Mahé (4/2), Horzen (4), Smits (6).