NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer will eine Vollsperrung vermeiden und ist im Gespräch mit Bundesminister Patrick Schnieder: „Das Thema Wiehltalbrücke ist auf höchster Ebene angekommen.“
WiehltalbrückeVerkehrsminister spricht sich für Lkw-Schranke aus

Die Autobahnbrücke wird derzeit durch ein Abstandsgebot vor einer zu großen Belastung durch schwere Lkw geschützt.
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NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer hat sich bei seinem Besuch in Wiehl für die Ableitung von schweren Lkw von der Wiehltalbrücke durch eine Schrankenanlage ausgesprochen. „Ich bin im Gespräch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und froh, dass er sich für eine schnelle Lösung einsetzt. An der Umsetzung wird gearbeitet.“
Er habe die Gelegenheit genutzt und bei der Wiedereröffnung der Rahmedetalbrücke mit Schnieder über die Wiehltalbrücke gesprochen. „Das Thema ist auf der höchsten Ebene angekommen.“ Man sei sich einig, dass die Brücke so geschützt werden muss, dass eine Vollsperrung vermieden wird. Krischer gab sich zuversichtlich, dass dies gelingen werde.
Erhaltung der Wiehltalbrücke hat Priorität
Das Landesministerium und der Landesbetrieb Straßen.NRW bereiteten sich zwar auf den Fall vor, dass der komplette Verkehr umgeleitet werden muss, sagte Krischer. „Aber das wäre eine enorme Belastung. Deshalb hat die Erhaltung Priorität.“
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Thomas Raithel leitet die Gummersbacher Regionalniederlassung des Landesbetriebs Straßen.NRW und hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Lkw nicht von der Autobahnbrücke runter müssen. Anderenfalls werde man auf die Erfahrungen von der letzten Brückensperrung zurückgreifen und rechtzeitig gewährleisten, dass der Verkehr in dieser Zeit nicht auch noch durch Baustellen beeinträchtigt wird, sagte Raithel.
Die Autobahn GmbH teilt auf Anfrage mit, dass sie Einsatz einer Lkw-Sortier- und Sperranlage grundsätzlich als „gute Lösung“ ansieht. Jedoch müsse solch eine Anlage aufwendig geplant werden und stehe nicht unmittelbar bereit. Außerdem würde sie den Verkehrsfluss auf der A4 nochmals deutlich reduzieren und zu mehr Staus führen.
„Dennoch ist die Autobahn GmbH hier bereits in der vorbereitenden Planung einer entsprechenden Anlage. Realistisch eingeschätzt kann diese frühestens im Sommer 2026 in Betrieb gehen.“ Sie soll zum Einsatz kommen, wenn an alle anderen Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen.

