RefrathAbbruch des Hallenbades am Mohnweg in Bergisch Gladbach beginnt

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Das Foto zeigt das Hallenbad am Mohnweg in Bergisch Gladbach-Refrath

Das Schul- und Vereinsbad am Mohnweg in Refrath wird abgebrochen.

Die Stadt Bergisch Gladbach hat die Abbrucharbeiten für das Hallenbad am Mohnweg vergeben. In den kommenden Wochen rollen die Bagger an.

Jetzt sind die Tage des alten Hallenbads am Mohnweg in Refrath gezählt. Die Abbrucharbeiten hat die Stadt an eine Bauunternehmung vergeben. In den kommenden Wochen rollen die Bagger an, um das Bad und eine benachbarte Turnhalle abzutragen.

Nach dem Abbruch entstehen für voraussichtlich elf Millionen Euro ein neues Schul- und Vereinsbad mit vier wettkampfgerechten 25-Meter-Bahnen und eine Einfeld-Sporthalle. Das ist seit fünf Jahren politische Beschlusslage. Geschlossen ist das sanierungsbedürftige Hallenbad seit Frühjahr 2020.

Bergisch Gladbach: Schulbetrieb geht weiter

Ganz ohne Lärm und Staub wird es beim Abbruch aber nicht über die Bühne gehen. Das ist wegen der benachbarten Förderschule des Rheinisch-Bergischen Kreises, der Verbundschule Mitte, ein schwieriges Unterfangen. „Weitestgehend“ geschützt solle der Schulbetrieb in der benachbarten Verbundschule Mitte weiterlaufen, berichtet die Stadt.

Gearbeitet wird Mauer an Mauer: Der Abbruch findet während des laufenden Schulunterrichts statt. Wegen des besonderen Förderbedarfs der Schülerinnen und Schüler sind hier Störungen des Schulbetriebs besonders heikel. Schüler, Eltern und Lehrer hoffen, dass der Abbruch den Unterricht möglichst wenig beeinträchtigt.

Bei der Ausschreibung seien die Pausenzeiten der Schule aufgenommen worden, damit die beauftragte Baufirma über diese Zeiten im Bilde sei. Auch zu Unterrichtszeiten sollen Krach und Schmutz „möglichst nicht Richtung Schule vordringen“. Verwendet wird beim Abbruch ein schallhemmendes Kassetten-Einhausungssystem. Dies reduziere die Belastung durch Lärm und verringere die Ausbreitung von Staub.

Zahlreiche Auflagen der Stadt Bergisch Gladbach

Mit einem Bewässerungssystem soll es gelingen, die Staubbelastung weiter zu senken. In den ersten beiden Monaten der Abbrucharbeiten werden beide Sportgebäude entkernt. Fenster und Außentüren bleiben geschlossen, um Lärm- und Staubbelastung zu reduzieren. 

Die Stadt hat weitere Auflagen erlassen: das Abschalten der Baugeräte, wenn sie nicht benutzt werden; das Abschalten von Lkw-Motoren beim Beladen, das Vermeiden unnötiger Transportwege und die zeitliche Begrenzung der Arbeiten. Ist das Hallenbad entkernt, erfolgt der Abbruch von Turnhalle, Schwimmanlage und Umkleidetrakt. Zum Jahreswechsel 2024, so die Stadt, soll das Grundstück abgeräumt sein.

Mehrere Interessenten für den Neubau

Die Stadt übergibt es dann an die Bädergesellschaft. Mitte des Jahres hofft die städtische Gesellschaft mit ihrem Geschäftsführer Manfred Habrunner, den Zuschlag für den Neubau an eine Bauunternehmung vergeben zu können. Im Herbst hatte die Bädergesellschaft vom Ergebnis einer ersten Ausschreibungsrunde berichtet: Mehrere Bewerber hätten Interesse bekundet, sie würden auf ihre formale und fachliche Eignung geprüft.

Seit Schließung des Bads müssen die bisherigen Nutzer (zwei Schwimmvereine und sieben Schulen) ins Kombibad Paffrath ausweichen. Zugunsten der bisherigen Mohnweg-Schwimmer schränkte die Bädergesellschaft die Öffnungszeiten im Kombibad für die Allgemeinheit ein.

Dienstags und donnerstags gibt es ausschließlich Schul- und Vereinsschwimmen; davon ausgenommen sind die Schulferien.

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