Der Umbau von Deutschem Platz und Quartiersplatz Bockenberg startet in diesen Tagen in Bergisch Gladbach
HandlungskonzeptUmgestaltung des Deutschen Platzes in Bensberg beginnt

Der Deutsche Platz in Bensberg und der Quartiersplaz Bockenberg (Foto) werden umgestaltet
Copyright: Stadt Bergisch Gladbach
Endspurt, das könnten die Planerinnen und Planer bei der Stadt Bergisch Gladbach sagen. Das Schloßstraßen-Projekt innerhalb des Integrierten Handlungsprojekts ist zum Wohlgefallen der Händler seit kurzem abgeschlossen. Das Leitprojekt innerhalb des Städtebau-Förderprogramms steht Seite an Seite mit weiteren Projekten, mit den die Stadtteile Bensberg und Bockenberg aufgewertet werden.
Und es ist längst nicht alles abgeschlossen. Mit der Umgestaltung des Deutschen Platzes in Bensberg und dem neuen Quartiersplatz Bockenberg stehen wichtige Projekte vor der Umsetzung.
Der Deutsche Platz kam in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten kaum zur Geltung im Stadtbild. Nach intensiven Beratungen und Besprechungen mit Stadtgestaltern und der Bensberger Öffentlichkeit wird in der vierten Kalenderwoche die Umgestaltung der Platzanlage beginnen. Wegen der unbeständigen Witterung wird es laut Stadt keinen offiziellen Spatenstich geben, die Arbeiten beginnen an einem der kommenden Tage.
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Platz hervorheben
Bis Ende des Jahres geben die Garten- und Freianlagenplaner den Ton an am Deutschen Platz. Sie wollen, nach mehr als sechs Jahren Vorbereitung, das verborgene Juwel heben und den Bensberger Bürgern zurückgeben. Im Blick liegt vor allem die historische Achse, die einstmals als historische Wegeverbindung große Bedeutung hatte. Derzeit wird sie mehr oder weniger als Zuweg zu einem Mehrparteienhaus wahrgenommen.
Das soll sich ändern, gemäß dem Arbeitstitel „Neugestaltung trifft auf wechselvolle Geschichte“. Ansprechender und zeitgemäßer soll die Grünanlage werden und sie soll als solche auch wieder wahrgenommen werden. Dies unter Einbeziehung der Lindenallee. Diese Allee führt einst als direkte Wegeachse weiter zum Bensberger Schloss, und mutmaßlich wird auch der junge Schriftsteller Johann Wolfgang Goethe bei seinem Besuch des Schlosses im 18. Jahrhundert mit seiner Kutsche die Lindenallee passiert haben.
Mehr Aufenthaltsqualität
Auch am künftigen Quartiersplatz im Stadtteil Bockenberg wird es in den kommenden Tagen beginnen, der Baustart ist in der vierte Kalenderwoche geplant. Behutsam soll der Quartiersplatz geplant werden, auch um die Anwohnenden bei den Planungen mitzunehmen. Zahlreiche Informationsrunden mit der Bürgerschaft hatte es in den vergangenen Jahren gegeben. Unter dem Arbeitstitel „Dezenter ist besser“ haben die Planenden ein Konzept entwickelt, das den umgewandelten Platz zu einem Ort mit Aufenthaltsqualität entwickelt.
Andererseits greift die Stadt die Sorgen mancher Anwohner auf, der Platz könne sich zu einem Treffpunkt entwickeln, mit begleitenden Ruhestörungen besonders im Sommer. Der Wohnpark, früher als Bensberger „Bausünde“ zu Anfang der 1970er-Jahre angesehen, verfügt über ein soziales Eigenleben und bietet viele Hilfs- und Förderangebote für die Anwohner.
Bürger zeigten sich zufrieden
Bei einer Umfrage aus dem Jahr 2016, ganz zu Anfang der Überlegungen für das Integrierte Handlungskonzept, zeigten sich die Bewohner bei einer Umfrage sehr zufrieden mit dem Innenleben ihres Stadtteils. Das auf dem Reißbrett entstandene Viertel mit seinen charakteristischen Hochhäusern soll durch den Quartiersplatz weiter aufgewertet werden.
Heute gilt die damalige Bezeichnung „Klein-Manhattan“ als verpönt, durchgesetzt hat sich der Begriff „Wohnpark Bensberg“ für das Viertel, das fußläufig vom historischen Ortskern zu erreichen ist. Wie manch andere Großsiedlung auf der grünen Wiese galt den Stadtplanern der damaligen Zeit das Bauen in die Höhe als Zeichen der Zeit, auch in Chorweiler, Meschenich oder Porz entstanden Siedlungen als Landmarke. Während anderswo eine Stigmatisierung oder Gettoisierung einsetzte, behielt der Wohnpark in Bensberg sein Eigen- und Innenleben mit vielfältige sozialen und kulturellen Aspekten.
An diese Dinge soll der Quartiersplatz andocken und das Leben im Stadtteil noch lebendiger und attraktiver gestalten,

