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Mehr SicherheitBergisch Gladbach sperrt weitere Straße vor Schulen

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Schilder verbieten das Einfahren in eine Straße zu bestimmten Zeiten.

Als Gegenmaßnahme zu Elterntaxis wurde im September 2025 die erste Schulstraße in Refrath eröffnet.

Mitte Januar wird eine  Schulstraße vor Grundschulen in Bergisch Gladbach-Hand eingerichtet. Anwohner dürfen weiterhin passieren.

Es ist voll, überall stehen und fahren Autos, hupen und parken, drumherum und mittendrin sind Kinder, die versuchen, rechtzeitig zum Unterricht zu erscheinen.

So sieht es in den frühen Stunden vor vielen Schulen aus, doch im Bereich der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) und der Katholischen Grundschule (KGS) Hand soll sich das ab Mitte Januar ändern. Eine Schulstraße wird eingerichtet, zunächst für rund zwölf Monate – ein Verkehrsversuch, wie die Stadt Bergisch Gladbach ankündigt.

Straße wird an Schultagen zu bestimmten Zeiten gesperrt

Für die Schulstraße wird nach Angaben der Stadt die Einfahrt in die Straßen „Im Grafeld“, „Sankt-Konrad-Straße“ und „Heimstättenweg“ an Schultagen von 7.30 bis 8.25 Uhr sowie von 14.30 bis 15.15 Uhr beschränkt. Die Zufahrt ist dann nur noch für Personen mit einem Sonderausweis gestattet. So soll der Autoverkehr reduziert und dadurch ein sichererer Weg für die Kinder geschaffen werden.

Das System mit den Sonderausweisen betrifft unter anderem die Anwohnenden. Zwei Ausweise für jeden betroffenen Haushalt will die Stadt ausstellen, damit der Zugang zu ihren Grundstücken auch weiterhin gesichert ist. Diese dürfen sie auch an Dritte weitergeben.

Anwohner erhalten Sonderausweise zum Befahren der Straße

Die Bergisch Gladbacher Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die Ausweise während der Sperrzeiten gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe zu platzieren sind. Personen, die aus der Schulstraße rausfahren, brauchen indes keinen Ausweis.

Solche Schulstraßen, wie die Stadt sie im Bereich der GGS und KGS Hand plant, sind für Bergisch Gladbach nichts Neues mehr: Die erste wurde vor nur wenigen Monaten eröffnet, an der KGS In der Auen (wir berichteten). „Die Kinder sind total begeistert, wie wenig Autos vor der Schule sind. Sie fühlten sich direkt sicherer, das freut natürlich auch die Eltern“, hatte damals die Schulpflegschaftsvorsitzende Monika Kellermann gesagt.

Die Sicherheit unserer Kinder kann gar nicht hoch genug eingestuft werden.
Ragnar Migenda (Grüne), Erster Beigeordneter der Stadt Bergisch Gladbach

Eine ähnliche Entwicklung wünscht sich die Stadt wohl für auch für die neue Schulstraße. „Die Sicherheit unserer Kinder kann gar nicht hoch genug eingestuft werden“, sagt Ragnar Migenda (Grüne), Erster Beigeordneter. „Jeder Schritt, der ihren täglichen Weg ein Stück sicherer macht, ist ein Schritt in die richtige Richtung.“

Der Verkehrsversuch wird laut Stadtverwaltung eng begleitet und evaluiert. Eine erste Zwischenbewertung soll es nach neun Monaten geben, damit Ergebnisse und Rückmeldung berücksichtigt werden können. Das soll dann als Grundlage dienen, um zu entscheiden, inwiefern und in welcher Form eine dauerhafte Schulstraße implementiert wird.

Stadt ruft Anwohner und Beteiligte auf, Erfahrungen zu melden

Die Bergisch Gladbacher Stadtverwaltung lädt in diesem Zuge Anwohnende und Beteiligte ein, sich mit Hinweisen, Erfahrungen oder Fragen an die Abteilung Mobilität zu berichten – per E-Mail an mobilitaet@stadt-gl.de.

Weitere Informationen zu den Schulstraßen in Bergisch Gladbach finden Interessierte hier im Internet.