Untereschbach – Ein Telefon und ein Auto – das war alles, womit Bodo Schlagheck im Jahre 1972 den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Aus diesen kleinen Anfängen ist eine Firma entstanden, die sich als Industrievertretung für Kabel und Leitungen einen guten Namen gemacht hat. In diesen Tagen feiert die Firma elmat ihr vierzigjähriges Bestehen.
Elmat ist schlicht und einfach die Abkürzung für „Elektromaterialien“, wie Gabi Schlagheck, die Tochter des Firmengründers verrät. „Und der Schriftzug hat sich seit Gründung der Firma nie geändert“, erklärt die Verkaufsleiterin. Gabi Schlagheck ist seit 2007 Gesellschafterin und eher durch Zufall in Vaters Firma, die mit vollem Namen „elmat – Schlagheck GmbH & Co KG“ heißt, gekommen.
„Ursprünglich hatte ich ja ganz andere Karrierepläne“, gesteht Schlagheck. Die gelernte Versicherungskauffrau wollte eigentlich als Stewardess rund um die Welt fliegen. Doch stattdessen landete sie im Jahre 1990 als Schwangerschaftsvertretung in Papas Betrieb. „Da habe ich Blut geleckt“, erzählt Gabi Schlagheck.
Es war zudem eine Zeit des Um- und Aufbruchs. Die Berliner Mauer war gefallen und die Firma eröffnete anschließend Niederlassungen in Dresden, Jena und Berlin. Doch schon die Jahre davor war die Firma ständig in Bewegung gewesen. 1980 verlegte elmat den Firmensitz von Refrath nach Rösrath-Rambrücken. Zwei Jahre später verließ Mitgründer Paul Vostell das Unternehmen.
Seit dem Jahre 1993 ist elmat in Overath-Untereschbach zu Hause. Neben dem Vertrieb von Kabel und Leitungen hat sich die Firma auch bei der Daten- und Netzwerktechnologie etabliert. Durch die im Jahre 1996 eröffnete Exportabteilung hat elmat zudem auch Europa sowie den Nahen und Mittleren Osten im Blick. Trotz der internationalen Ausrichtung betont das Unternehmen seine Heimatverbundenheit. „Zumal wir in Untereschbach durch die Autobahn sehr gut angebunden sind“, erklärt Schlagheck.
Von einem anonymen globalisierten Konzern sind die Inhaber und die rund 50-köpfige Belegschaft in Vertrieb, Lager und Außendienst weit entfernt. „Wir sind ein Familienunternehmen“, betont Gabi Schlagheck. Firmengründer Bodo Schlagheck ist nach wie vor als Geschäftsführender Gesellschafter im Unternehmen engagiert. Und auch der dritte Geschäftsführer Alexander Heuser ist als erster Auszubildender der Firmengeschichte praktisch ein Familienmitglied.
Die familiäre Atmosphäre wirkt sich auch positiv auf das Betriebsklima aus. „Keiner verlässt uns freiwillig, höchstens der Liebe wegen“, berichte Gabi Schlagheck und erzählt von einer Mitarbeiterin, die wegen dieses Wohlfühklimas täglich 100 Kilometer hin und zurück fährt.
Auch bei Gabi Schlagheck endet das Firmenengagement nicht nach Verlassen des Betriebsgeländes. Auch privat ist sie „ständig auf Draht“. „Ich schaue bei jeder Kirmes oder auf jedem Weihnachtsmarkt nach, was da für Kabel liegen. Das ist einfach existenziell“, gesteht Gabi Schlagheck.
