1700 Zugteilnehmende sind es in dieser Session im Eitorfer Rosenmontagszug, 200 mehr als im Vorjahr.
Wagenpanne und Major TomMit Space Shuttle und pinkem Pudel-Rudel im Eitorfer Rosenmontagszug

Blick auf den Eitorfer Rosenmontagszug von oben.
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Eine Panne am Wagen, das ist genau das, was man sich nicht wünscht, wenn der Rosenmontagszug gerade losgehen soll. „Wir hatten direkt eine kleine Krise“, sagt Jan Fröhlich, Erster Vorsitzender der Höppelepöppel. Das Space Shuttle, das die Gruppe als ihren Wagen gebaut hatte, ließ sich plötzlich nicht mehr bewegen, eigentlich kann es vor und zurückkippen. Beim Test hatte noch alles funktioniert.
Kurzerhand werden also Teile nochmal auseinandergenommen, der Seilzug kontrolliert und alles wieder zusammengesetzt – und siehe da, es geht wieder. „Gerade als wir losliefen“, so Jan Fröhlich. Jetzt sei er froh, dass alles gut klappe auf dem Zugweg. Rund 45 Mitglieder der Höppelepöppel sind im Eitorfer Rosenmontagszug wieder dabei. Was ursprünglich mal als „Schnapsidee“ mit neun Personen und einem Bollerwagen anfing, ist inzwischen fester Bestandteil der Jahresplanung, so der Vorsitzende grinsend – „und es ist immer noch derselbe Freundeskreis, der dabei ist“.
Torhymne der deutschen Männer-Nationalelf als Inspiration für die Höppelepöppel
Das Space Shuttle und die Astronautenkostüme sind inspiriert von „Major Tom“. „Das ist ja die Torhymne der deutschen Nationalmannschaft“, erklärt Jan Fröhlich. „Und dieses Jahr ist WM, da haben wir uns das zum Motto erklärt.“ Das Space Shuttle bewegt sich jetzt wunderbar auf und ab, fliegt durch die Zugstrecke und sorgt für so manches „Ohh“ und „Ahh“ von Jecken am Straßenrand. Die lassen sich auch nicht lange bitten und rufen inbrünstig nach Kamelle und Strüßjer.

Die Höppelepöppel haben ein Space Shuttle als Wagen gebaut, das sich auf und ab bewegt. Kurz vor Zugbeginn gab es eine Panne, die aber glücklicherweise noch behoben werden konnte.
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Die verteilen die Crazy Dancers sprühend vor guter Laune, tanzen und schunkeln sich durch die Zugstrecke am Eitorfer Markt vorbei. Die Gruppe gehe schon etliche Jahre im Zug mit und feiere dieses Jahr 30-jähriges Bestehen, erklärt Heike.

Die Crazy Dancers feiern dieses Jahr 30-jähriges Bestehen.
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Und der Geburtstag ist Programm: Alle Gruppenmitglieder haben sich bunt in Schale geworfen und tragen Geburtstagstorten als Hüte. „Wir sind eine Showtanzgruppe und haben 17 Jahre zusammen getanzt, bevor wir zu alt geworden sind“, so Heike, die gleichzeitig frohgemut links und rechts Kamelle verteilt. Doch der harte Kern ist geblieben und geht immer gern wieder hier mit.
1700 Zugteilnehmende in Eitorf
Aus Bekannten, Freunden, Nachbarn und Familien bestehen die Mitglieder von „Running Jeck“, die seit 2011 im Zug mit dabei sind und in diesem Jahr besonders die Aufmerksamkeit auf sich ziehen – als pinkes Pudel-Rudel.

Auffallend Pink und mit viel guter Laune ging die Gruppe Running Jeck durch den Zug, im Pudel-Rudel.
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Die größte Gruppe stellt mit rund 180 Teilnehmenden die KG Jägerheimfreunde Eitorf. „Insgesamt sind es gut 1700 Zugteilnehmende im Eitorfer Rosenmontagszug“, berichtet die Zugleitung. In 67 Gruppen. „Das sind etwa 200 mehr als voriges Jahr“, freut sich Jürgen Bensberg, der für das Sicherheitskonzept verantwortlich und guter Dinge ist. „Für mich ist einfach wichtig, dass alles gut läuft und alle Spaß haben.“
Jan Fröhlich von den Höppelepöppel sieht den Spaß nicht im mindesten in Gefahr. „Man hätte denken können, es kommen nicht so viele Leute zum Zuschauen, weil das Wetter nicht so gut ist. Aber gefühlt ist keiner zu Hause geblieben.“

